Die volatile Zeit hat begonnen

Woher weiß ich es? Es ist irgendwie nahe liegend. Die Volatilität verläuft bekanntlich in Clustern. Sie steigt langsam und in Schüben, die auch Spikes genannt werden. Sie sind das die  Suchobjekt vieler Optionshändler. Nach einem Spike fällt die implizite Volatilität auf den alten Zustand, um irgendwann wieder zu steigen. Längerfristig betrachtet werden die Spikes immer höher. Irgendwann erreicht die IV das Maximum, das verschiedene Treiber haben kann. Zuletzt waren es Frankreich-Wahlen und BRECIT. Früher war es Fukushima und andere unerwartete oder erwartete Katastrophen. In den Jahren 2008-2009 erreichte die IV die Höchststände, getrieben durch die Ängste um die Stabilität des Finanzsystems.

Wie im Chart unten sichtbar befinden wir uns seit 2015 in der abfallenden Flanke eines Vola-Clusters und haben inzwischen im VDAX Werte erreicht, die seit 1995 meistens nicht unterschritten wurde.

Zu Deutsch- es kann jetzt eigentlich mit der Nervosität nur noch aufwärts gehen. Die Frage ist nur wann.  In der letzten Woche schriebe ich über die kurzfristige Entwicklung im DAX.

 

Fangen wir deshalb mit dem für die meisten ungünstigsten an, was vielleicht am wahrscheinlichsten ist.

 

    Der Index fällt weiter, abhängig vom US –Markt wie immer. Zuerst steht der DAX bei 13.000 und bleibt beim Verfall knapp darunter. Danach beginnt ein langes Zerren um die 13.000 Marke. Es kommt dabei auf die Volatilität an. Steigt diese, dann wird es nicht bei 13.000 bleiben und der DAX immer tiefer fällt, was bei allen Optimisten Panik auslösen könnte.

    Der DAX startet positiv und bleibt in den nächsten Tagen zwischen 13200-13300. Da dieses Pendeln bereits in den letzten Wochen beobachtet wurde, halte ich dieses Szenario für recht unwahrscheinlich.

    Der DAX fällt zuerst und bleibt knapp über 13.000, nach dem Verfall beginnt allmählich der Anstieg, er könnte auch schon diese Woche starten und hektisch den Index auf die alten Höhen bringen

Es sind im Moment nach dem ersten oder vielleicht dem dritten Szenario. Es wird sich morgen früh zeigen. Rutsch der DAX tiefer, dann liegen wir unter 1 und das könnte ein schnelles Abrutschen bedeuten.  Immer noch denkbar ist der Anstieg auf die letzten Hochs und halten derer bis Ende des Jahres. Im nächsten Jahr kann der Trend endlich drehen. Who knows…

Der DAX drehte übrigens wie geahnt an der ersten Fibonacci-Korrektur.

Das EUREX –Open Interest deutet eher auf eine Korrektur hin. Die Dezember –Calls verdichten sich bei 13.000 und die Puts bei 12.000. das heißt, die meisten Händler glauben, dass beide Niveaus die DAX-Schwankungen umschließen.

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=826&productId=17254&viewType=3&cp=Put&month=12&year=2017&busDate=20171117

 

Die Optionspositionen in meinem Depot habe ich am Freitag anlässlich des Verfalls verfallen lassen bzw. beendete. Ich habe noch keine neuen eröffnet.

Unten die Equity-Kurve 2017 der DAX-Optionen. In den kommenden Tagen werde ich neue Engagements eingehen. Der Verlauf ist typisch für den erfolgreichen Optionshandel. Lange Gewinn-Strähnen und große Verluste, auf die idealerweise neue Gewinne folgen.

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Charts m. f. g. tradesignalonline.com und commdirect.de

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