Nachdenken zum Ende 2019 und der nicht-Versuch 2020 zu prognostizieren

 

Das Börsenjahr hat den DAX dorthin zurückgebracht, wo er bereits vor zwei Jahren war, nämlich bei knapp über 13500. Und die Stimmung damals? Vor zwei Jahren war sie gut, die Märkte korrigieren dann stark und vor einem Jahr war sie wieder gut, bis durchwachsen und die Märkte erholten sich.

Und jetzt? Die Stimmung ist sehr gut, was für klassischen Börsenbären, wie ich es bin, ein gutes Zeichen ist. Vielleicht wird das kommende Jahr doch noch zum Crash-Jahr. Immerhin bestehen einige Faktoren, die auch negative Impulse geben können. Aber wo?

Das Trump gewählt wird, steht, es sei denn dass irgendetwas kurzfristig passiert. Zum Beispiel eine Affäre, die ihn das Amt kosten könnte. Daran glaube ich nicht. Die Nervosität wird sicherlich vor den Wahlen steigen und danach könnte die ersehnte Korrektur eintreten. Wirtschaftlich spricht einfach zu viel für die Fortsetzung der Rally. Der BREXIT ist zwar eine beschlossene Sache, er bleibt dennoch potenziell nicht ungefährlich. Wobei ich im Moment eher eine Belebung der britischen Wirtschaft erwarte.

Die Handelskriege bleiben ein Thema, jedoch zurzeit ohne negative Impulse. Und die Notenbanken werden weiterhin Geld drucken.

Ich muss deshalb positiv bleiben und auch für 2020 optimistische Prognosen abgeben.

Der DAX könnte im Januar einen regelrechten Schub bekommen. Die Open Interests an der Deutschen Terminbörse EUREX sprechen eindeutig dafür.

Die meisten Kontrakte in Kaufoptionen mit dem Verfall im Januar befinden sich bei den Basispreisen 13700-13900. Und es könnten tatsächlich Geschäfte sein, die Käufer initiiert haben. Der Optimismus scheint unbegrenzt. Es sind viel mehr offene Calls als Puts.

https://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/100!onlineStats?productGroupId=13394&productId=70044&viewType=3&cp=Call&month=01&year=2020&busDate=20191227

Es kann eigentlich nur noch nah oben gehen. Das wiederum spricht für eine Abkühlung. Denn jede hysterische Phase ging mal zu Ende und wurde davor immer wieder durch heftigere Korrekturen unterbrochen.

Es ist schwer vorherzusagen, aber wenn die aktuelle Anstiegsrate bleibt, dann sehen wir zum Jahresende 17000 im DAX. Sollte es wider Erwarten beim Antasten der Marke 13600 zu einer Korrektur kommen, dann ist diese nur schwer einzuschätzen. Ich würde sagen, die 10000 Marke ist für den DAX ausschlaggebend. Es sei denn, die Gründe liegen tiefer. Das wäre aus heutiger Sicht ein Schwarzer Schwan. Solange der Index oberhalb der 200-Tage Linie steht, sehe ich keinen Grund, Aktien zu verkaufen.

Welche Branchen bevorzuge ich ? Ich habe den Eindruck, dass Gesundheit zurückkommt sowie die gesamte Biotechnologiebranche. Hier sehe ich ein riesiges Potenzial. Auch Energie und Rohstoffe könnten erwachen.

Ich warte zuerst auf den Januar und überlege dann die weitere Strategie. Vielleicht kommt doch alles anders.

 

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Börsen-DAX, das große Warten auf den Januar und was sagen die Optionshändler

Das kommende Jahresende markiert einen DAX-Anstieg um fast 30%. Wer hätte damit nach dem turbulenten 2018 gerechnet?! In jenem Jahr hat der DAX insgesamt eine Berg- und -Tal-Fahrt und beendete das Jahr etwa beim Stand vom Jahresanfang.

Dementsprechend war die Stimmung zum Ende 2018 anders als heute. Sentimentindikatoren deuteten damals auf einen extremen Pessimismus hin. Und heute? Dieselben Indikatoren zeigen einen fast grenzenlosen Optimismus der Investoren. Die Bereitschaft zu verkaufen hat deutlich nachgelassen und jede anscheinend rechnet bereits im Januar mit einem starken Anstieg der Aktienpreise.

Charttechnisch ist nicht viel gegenüber früher hinzuzufügen. Der DAX befindet sich weiterhin im Seitwärtsband zwischen 12900-13340. Sollte das Hoch bei 13600 überschritten werden, dann wird es spannend. Theoretisch liegt dann ein Kaufsignal vor. Faktisch setzt oft eine heftigere Korrektur ein. Bleibt diese aus, und der DAX steht über 13600, dann nichts wie kaufen, am besten noch vorher, ha, ha.

Im Falle eine Korrektur ist mit einem DAX-Rückgang bis auf 12000-12200 zu rechnen.

Ich bin selbst gespannt auf was nach 1. Januar 2020 passieren wird. Ich analysiere regelmäßig den deutschen Optionsmarkt und schließe daraus auf die Trends im Aktienmarkt.

Laut EUREX

https://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/100!onlineStats?productGroupId=13394&productId=70044&viewType=&cp=Call&month=1&year=2020&busDate=20191220

befinden sich viele offene Kaufpositionskontrakte mit dem Verfall im Januar zwischen 13600-13800. Das bestätigt meine Einschätzung. Und es werden etwa gleich viele Calls und Puts gehandelt. Anders bei Märzkontrakten. Dort befinden sich vor allem Puts, Calls tauchen seltener auf.

Die Skew sieht deshalb so aus.

IV Januar 9% IV März 14%.

Es besteht ein Überangebot an Januar -Optionen, die offensichtlich gerne durch Stillhalter verkauft werden. Hingegen sichern sich Investoren mit März-Optionen ab. So kommen offenbar die unterschiedlichen Volatilitäten zustande.

Diese Zustand bietet Trading-Möglichkeiten für Optionshändler. Ich selbst bevorzuge in einem solchen Markt Ratio Spreads und Diagonals.

In dem Sinne werde mich vorerst bis zum Neuen Jahr verabschieden. Die zwei verbliebenen Handelstage im Dezember werden voraussichtlich positiv bleiben, so wie in der Vergangenheit, dennoch aufgrund schwacher Umsätze rate ich, diesem Markt bis zum Januar fern zu bleiben.

In diesem Sinne wünsche ich allen besinnliche Feiertage und ein erfolgreiches und gesundes Neues Jahr.

 

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