Wochenzusammenfassung

Im Großen und Ganzen habe ich Recht behalten. Nein, ich will nicht besserwisserisch sein. Habe auch nicht vor, ab nächster Woche, einen entgeltlichen Brief zu vermarkten. Es war aber trotzdem mehr eine reife Einschätzung als Glück. Hier ein Zitat von letzter Woche:

 „Einiges spricht für die mittelfristige Fortsetzung der Hausse. Der schöne Gap von vorgestern deutet allzu klar darauf hin. Sollte jedoch der Index über 7800 liegen, dann stehen die Hochs vom Jahresanfang auf der Agenda.“

Es gab zusätzlich gestern einen weiteren Gap. Dieser wurde heute de facto geschlossen. Der Dax prallte an der 7790 Marke nur so ab. 

Am 19.09 schrieb ich

„Technisch steuern wir auf die 7800 zu. Wird diese Marke überschritten, dann ist erstmal Zeit für eine kleine Verschnaufpause bis ca. 7550 und dann könnte es auf die alten Hochs losgehen.“

Die sog. Technik spricht stark für eine Fortsätzung der Hausse. Ja ich weiss, das Momentum sei so schwach. „Dax unter Vorbehalt“ lese ich heute in einem Portal. Glaubt mir, ein Anstieg verläuft meistens so- langsam, zögernd und unsicher. Zu viele volkswirtschaftliche Daten sprechen aber andererseits gegen eine Korrektur. Diese kann bestenfalls aus Gewinnmitnahmen resultieren. Hier bestünde  ein Rückgangspotenzial bis auf 7600. Ich kann mir aber ein anderes Szenario vorstellen. Es werden die vielen täglichen kurzen Handelsspannen kommen, in  denen neue Hochs markiert werden. In dem Moment, wo sich viele Teilnehmer des Trends sicher sind, geht es schnell wenn auch kurz runter, um am nächsten Tag oder in zwei Tagen dasselbe Muster zu wiederholen. In der Summe sollten die alten Hochs wider fallen, wenn auch vielleicht nicht nächste Woche.

Was habe ich in dieser Woche getan. Zuerst eröffnete ich erste Optionspositionen mit dem Verfall im Oktober. Darüber hinaus handelte ich CFDs,um die Woche mit einem schönen Gewinn zu beenden.

Mein Indikator zeigte seit 18. bis heute long. Heute hätte ich die Position mit ca. 600 Punkten Gewinn schließen sollen. Hätte… denn aus zeitlichen Gründen schränkte ich meine CFDs Aktivitäten etwas ein. Immer wieder stieg ich , um abends meist mit kleinem Gewinn auszusteigen. Zusätzlich habe ich in den Seitwärtsphasen Intraday gehandelt. Zwei mal zeigte mein Indikator falsche Shortsignale an, die zu kleinen Verlusten geführt haben 

Zur Zeit also bin ich taktisch neutral.

Angriff auf die alten Hochs

Eine Eröffnungslücke ist immer etwas besonderes. Wenn der erste Kurs des Tages über dem höchsten des Vortages liegt , dann heisst es in der Regel, dass über Nacht Information in den Markt gekommen ist, die die Bewertung signifikant beeinflusst.

Nun wie soll man sich nach einer Lücke ( ‚opening gap‘) verhalten. Generell zeigen meine statistischen Untersuchungen, dass nicht auf die Schließung einer Lücke sondern auf die Fortsetzung des Kursanstieges zu wetten sinnvoll ist. Natürlich folgt auf die Lücke fast immer eine kleine Korrektur. Diese endet oft am höchsten Kurs des Vortages, der dann als zum Widerstand wird. Dadurch ensteht zusätzlich eine Kaufgelegenheit unter dem ersten Kurs des Tages.

Da gleichzeitig mein Indikator seit gestern auf long zeigt, wäre eine reine Eselei, auf fallende Kurse zu setzen.