Ich will nicht weiter schlechte Stimmung gegen Aktieninvestments machen. In Deutschland sind Aktien mittlerweile genauso unbeliebt wie die katholische Kirche. Insgesamt aber steigt die Anzahl der Christen weltweit, dank China, USA und Latainamerika. Insgesamt steigen auch die Börsenkurse dank den Investoren außerhalb der Bundesrepublik.
Nun zu dem schlechten Ruf der Aktie tragen viele Faktoren bei. Direkte Aktienkäufe sind zwar grundsätzlich risikobehaftet. Ein Käufer riskiert bei einer nicht abgesicherten Aktienposition den Totalverlust. Unter einer Absicherung meine ich nicht etwa Stopp-Loss Kurse sondern z.B. eine kostenspielige Gegenposition in Verkaufsoptionen.
Das wissen viele und steigen deswegen auf Fonds um. Ein Investmentfnds war dem Deutschen immer lieber. Immerhin werden Fonds von professionellen Händlern verwaltet und immerhin stecken viele Penssionsfonds ihre Gelder dorthin.
Bei Fonds fallen oft Gebühren an, die man gerne vergisst. Einmal wird der Ausgabeaufschlag gezahlt, der auch schon mal bei 5,5% liegen kann. Dann fällt noch jedes ajrh eine Verwaltungsgebühr von 1,5% an. Das bedeutet aber, nach einem jahr mussd er Fonds mind. 7% verdienen, damit sich das Investment überhaupt lohnt. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass viele internationale Fondsgesellschaften die Anteile in US-Dollar verkaufen, so dass die Performance zum Glücksspiel wird.
Sind Fonds deshalb besser als Direktinvestments bzw. besser als der Geldmarkt? Ich habe etwas recherchiert und schaute mir genauer die Performance und Preisstruktur der beliebten Fonds an.
Auf der Seite www. fondsweb.de finden Sie einen Haufen Informationen und Listen mit Investmentsfonds.
1. Nehmen wir gleich einen der besten
Fidelity Funds – China Focus Fund A (USD)
LU0173614495
Hier gibt es wirklich nicht viel zu meckern. Der Fonds gewann in den letzten fünf Jahren 115% in Euro. Nach Abzug der jährlichen Managementgebühr von 1,5% und des Ausgabeaufschlags von 5,5% bleiben noch mehr als 100 % übrig. Diese Zahl ist zwar beeidruckend , dennoch mit großer Volatilität behaftet. Es gab ein Jahr mit 60% Verlust und außerdem, wenn man Pech hätte und zufällig zum falschen Zeitpunkt gekauft hätte, also z.B. zwischen Okt. 2007- März 2008 , dann wäre man jetzt immer noch im Verlust. Und es fällt auf, dass der Fonds seit 6 Monaten relativ durchwachsen läuft. In den letzten 3 Monaten liegt er jedenfalls im Minus.
2. Auf der Liste mit den Top-Performern überwiegen fast ausschließlich Fonds mit asiatischen Aktien ( Malaysia, Indonesien, China) gefolgt durch Latainamerika. Diese Fonds werden meist in $ gehandelt, so dass der Umtauschkurs hier berücksichtigt werden muss. Dennoch bleibt bei sehr vielen Asiaten aus Sicht von 5 Jahren eine überwältigende Performance.
3. Interessant sieht der Vergleich mit den ETF (Exchange Traded Funds). Diese bilden den zugrunde liegenden Index ab und sind etwas günstiger. Allerdings liegt ihre Performance dementsprechend deutlich unter der von Aktienfonds. Schon wieder liegt die Asiaten ganz vorne, mit 95% dceutlich hinter den klassischen Investmentsfonds.
Als ein anderes Beispiel nahm ich einen ETF, der in deutsche Aktien investiert.
iShares DAX (R) (DE)
Im Jahr kostet mich der Fonds 0,15 % , etwa genauso viel wie die jährliche Ausschüttung.
Die Performance Zahlen sehen auch nicht schlecht aus. Das wäre demnach für mich ein geeignter Kandidat nach einer größeren Korrektur in Aktienmärkten ( Quelle fondsweb.de).
| 1 Woche: | +1,85% |
| 1 Monat: | +2,62% |
| 3 Monate: | +8,89% |
| 6 Monate: | +15,18% |
| seit Jahresbeginn: | +3,47% |
| 1 Jahr: | +26,58% |
| 3 Jahre: | +3,84% |
| 5 Jahre: | +23,93% |
| 10 Jahre: | +2,35% |
| seit Auflage: | +9,72% |
Ein Kommentar zu “Was kosten und bringen die Aktienfonds wirklich”