Am 7. April steht der DAX bei 8000

Es ist nicht mehr die Frage ob, sondern wann. Dieser Slogan passt zufällig gut zu der Verfassung des Deutschen Aktienindexes in Bezug auf die 8000 Marke. Sie ist insofern „wichtig“, weil sie in den letzten 11 Jahren zwei  Mal überschritten wurde und in beiden Fällen war dies der Beginn einer Korrektur, in den DAX um mehr als 50% nach unten drückte.

Kommt es auch diesmal so? Wohl kaum. Die Märkte verhalten sich tendenziell ähnlich, sie tun es aber immer etwas anders. Ich selbst glaube schon, dass der DAX über die 8000  Marke hinausschiessen wird. Es gibt, im Gegensatz zu 2007 keine Anzeichen einer aufkommenden Krise. Ein Störfeuer könnte eventuell in Asien bzw. in den BRIC Ländern entflammen, die bereits eine stark anziehende Inflation erfahren. Diese Länder sind andererseits der Motor der Weltwirtschaft geworden. Sollte es zu einer Wirtschaftskrise in China kommen, dann hüte sich die deutsche Automobilindustrie! Und sie widerum treibt den deutschen Aktienmarkt in die Höhe. Krisen gehören zu den festen Axiomen des Kapitalismus, deshalb wird es auch zu einer China-Krise kommen.

Oder werden wir Zeugen einer extremen Preissteigerung bei Rohstoffen?

Wie auch immer, erst einmal steigen die Börsenindizies.

Wenn man sich den Chart unten anschaut ( Quelle http://www.tradesignalonline.com), dann ist die Fortsetzung des laufenden Aufwärtstrends fast zu selbstverständlich. Jedenfalls ergibt sich beim Ausbleiben externer Störfaktoren  eine Anstiegsrate, mit welcher die Marke 8000 etwa am Freitag dem 7.04.2011 erreicht werden könnte. Sollen wir darauf wetten? Andere Meinungen sind willkommen.

Wie kann ich davon profitieren? Eine DAX -Kaufoption an der Eurex mit dem Basispreis 7900 und dem Verfall am 20.04 kostet 18 Punkte = 90 € plus Gebühren. Soviel müsste ich also für meinen Lottoschein bezahlen. Sollte der Index aber nur kurzfristig bis zum 21.04 höher als bei 8020 stehen, dann habe ich schon Geld verdient.

Gut ich bin geizig, deshalb finanziere ich diesen Kauf durch den Verkauf eines Puts mit dem Basispreis 6500 mit ca.  100 €. Somit kann ich nichts verlieren, auch die die 8000 unerreichbar bleiben aber der DAX nicht unter 6100 gefallen ist.

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Kommentare

  • Lars Kirchner  On Februar 12, 2011 at 9:49 am

    Hallo Adrian,

    abgesehen davon das ich die derzeitige Entwicklung an den weltweiten Kapitalmärkten alles andere als normal bezeichne und nicht damit rechne das der Dax im ersten Halbjahr 2011 über die 8.000 hinausschießt (Ich wäre aber mittlerweile auch nicht mehr überrascht), finde ich die Optionsspekulation recht gewagt.

    Ich habe mal diese Strategie mit allen Verpflichtungen gerechnet und bin auf eine notwendige Kapitalbindung von etwas unter 1.100 € gekommen.
    Dies setzt sich folgendermaßen zusammen:

    Kauf Call -92,00 – 15,00 (Gebühren) -107,00
    Verkauf Put 116,00 – 15,00 (Gebühren) 101,00

    Zwischensummen – 6,00

    Die Kaufkosten sind also gedeckt.

    Doch die Eurex verlangt für die vorhandenen Risiken bekanntermaßen eine Sicherheit und die wird von den Brokern im Normalfall mindestens um den Faktor 1,3 erhöht.
    Bei einem derzeit von der Eurex festgelegtem maximalen Übernachtrisiko im Dax von 527,20 Punkten ergibt sich für den Put ein Risikowert bei einem fallenden Dax von ca. 530 (pro Kontrakt) hier den Faktor draufgerechnet sind wir schon bei 689,00. Hier kommt aber noch das Short Option Adjustment der Eurex zum Tragen. Um bei zu weit aus dem Geld liegenden Optionen Unsicherheiten bei der Preisentwicklung abzudecken gibt es immer ein Out of the Money Minimum welches die eigentliche Margin ersetzt sofern diese kleiner ist als das Minimum.
    Das Minimum setzt sich aus dem Viertel des Extremwerts der Eurex (derzeit 527,20) und dem aktuellen Optionspreis zusammen. In der Strategie kommen wir dann auf den Wert 775,00 {((527,2/4)+ 23,20)+5} und diesen Wert wieder mit dem Faktor des Brokers erhöht ergibt 1.007,50.

    Also haben wir zu Beginn der Wette auf den Anstieg des Dax hin zur 8.000 einen Kapitalaufwand von 1.013,5 €. Dieser kann sich aber recht schnell erhöhen wenn vor dem Anstieg im Dax ein Kursrückgang von 100 bis 200 Punkten eintritt. Entsprechend mehr Kapital sollte zur Verfügung stehen.
    In dem Fall ist das Risiko geringer wenn man einfach nur die 107,00 € investiert und hofft.

    Gruß Lars

    • Adrian Gohla  On Februar 12, 2011 at 8:01 pm

      Hallo Lars,

      danke für die ausführliche Analyse. Ja, ich habe nicht die ganze Wahrheit gesagt, will auch nicht alles publik machen. Der Put wäre logischerweise mit CFDs abgesichert (garantierter Einstieg). Hast Du damit Erfahrungen, ich meine Futures bzw. CFDs gegen short Optionen?
      Gruss
      Adrian

      • Lars Kirchner  On Februar 13, 2011 at 9:56 am

        Hallo Adrian,

        das sind dann natürlich andere Voraussetzungen. Das Risiko begrenzt du so natürlich. Der hohe (und möglicherweise steigende) Kapitalbedarf durch die Margin bleibt aber bestehen. Oder hast du einen Broker ausfindig gemacht der dir Margin von CFD’s und Eurexprodukten nettet? Das wäre auch interessant für mich.
        Konkrete Erfahrungen habe ich nicht mit der Absicherung von Shortpositionen in Optionen mittels CFD oder Future. Schau mir das immer mal wieder an. Aber für konkretes Spielen mit diesem Thema fehlt mir einerseits das Kapital ( bei Futures ist dann der Einsatz doch ungleich höher) bzw. habe ich noch keinen Broker gefunden bei dem ich das von mir benötigte Optionsangebot nutzen und gleichzeitg CFD’s handeln kann ohne getrennte Margin erfüllen zu müssen. In die richtige Richtung geht das Angebot von IG Markets. Leider bieten die nur die nächsten 2 Monate als Fälligkeit an. Das ist mir ein Monat zu wenig.

      • Adrian Gohla  On Februar 13, 2011 at 5:00 pm

        Hallo Lars,

        beim Absichern einer Kaufoption-Shortposition kauf ich 5 x 1 € CFD und muss dafür tatsächlich ca. 1500 Margin sicherstellen. Bei IG Markets gibt es beides aber ich würde natürlich dort CFDs und an der Eurex Optionen handeln.
        Eigentlich ein sicheres Geschäft. Der Punkt ist was tun, wenn es zum Strike kommt. Wenn ich mit CFds einsteige, dann werde ich der Vola ausgesetzt. In der Regel dreht der Index bei runden Zahlen massiv um so um 120 Punkte , um danach zu steigen usw. So machst Du mit CFDs hohe Verluste.
        Aber einen Reiz hat diese Delta 1 Mathode allemal, deshalb frage ich, ob andere es probiert haben. ..
        Gruss
        adrian

  • Lars Kirchner  On Februar 13, 2011 at 9:42 pm

    Hallo Adrian,

    das heißt Du verkaufst in dem Fall 5 x 1 € CFD um den ShortPut abzusichern? Entsprechend wäre dann die Gesamtmargin bei über 2.500 €. Und für den Fall das der „sichere Einstieg“ greift und der Dax anschließend steigt, bist du doch mit den CFD voll im Risiko? Sicher wirst du dann einen StoppLoss haben, aber für das Gesamtergebnis der eigentlichen Strategie wäre das doch negativ. Oder sehe ich da was falsch?

    Absicherungen mit Delta 1 haben sicher ihren Reiz. Überlegungen dahingehend stelle ich immer wieder mal an. Aber die bereits beschriebenen Probleme (hohes Volumen oder doppelte Margin) haben mich bisher davon abgehalten solche Methoden in der Realität zu testen.

    • Adrian Gohla  On Februar 13, 2011 at 10:13 pm

      Hallo Lars,

      ja, alles richtig, deshalb habe ich das Projekt 1 MIo irgendwann in der ursprünglichen Fassung beendet. Ich sehe zwar prinzipiell kein Problem der Margin- Das Risiko muss man doch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wichten, oder? Natürlich sind die mit CFDs mit SL. Die Frage ist nur, was tue ich nach dem Austoppen.
      Meine Erfahrung der 2 Jahre ist aber so, dass die ODAXe, die genug aus dem Geld nackt verkauft wurden , also ca. 15 Punkte pro Kontrakt bei einem Monat Laufzeit, vor allem auf der Put-Seite fast nie am Verfall zur Ausübung kämen. Auch der Crash am 10.10.2008, welcher letztlich zum Aussetzen des Projekt führte, hat nur deswegen Verluste produziert, weil ich ausstieg, nicht aber weil am Verfallstag die Option ausgeübt worden wäre.
      Das heisst, die CFD würden nur im Extremfall greifen und danach trotz der Schwankungen geht meist der Index , abgesehen von Runden DAX-Werten in die gleiche Richtung weiter, sodass ich mit den CFDs mehr gewinne, als mit Optionen verliere.

      Gruss
      adrian

  • Lars Kirchner  On Februar 14, 2011 at 8:07 pm

    Hallo Adrian,

    natürlich muss man das Risiko mit einer eigenen Wahrscheinlichkeit belegen. Wie sollte man sonst auf die persönliche Einschätzung über das Chance/Risiko Verhältnis kommen. Aber ich denke die Höhe der insgesamt notwendigen (und hier auch die der möglicherweise zusätzlichen) Margin ist ausschlaggebend für die Rendite der Strategie.
    In Meinem aktuellen Projekt stelle ich immer wieder fest, das gerade die Margin weitere Geschäfte verhindert, da das Risikokapital bereits zum großen Teil als Margin gebunden wird obwohl die Optionen selber weit aus dem Geld sind. Da muss man sich dann immer dir Frage stellen ob der restliche Zeitwert die hohe Kapitalbindung rechtfertigt oder ob es sinnvoller ist die Positionen anzupassen.

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