Inflation, fröhliche Aktienmärkte und Crash im Gold

Es ist schon bemerkenswert, wie unbeschwert die Zentralbanken den Anstieg der Preise und Löhne beobachten. Die nicht enden wollende Gelddruckerei  kommt einem spanisch vor.

Ich sehe die aufkommende  Inflation anhand der Bauzinsen am besten. Bei dem Finanzvermittler Interhyp, den ich seit meinem Hauskauf kenne,  fand ich einen guten Zinschart, der die Entwicklung der langfristigen Bauzinsen beschreibt ( Quelle interhyp.de)

Wie man sieht, sind wir zwar etwa auf dem Nveau vom Anfang 2010, allerdings im Gegesatz zu damals befindet sich der Zins im Anstieg. Das Ausmass der Korrektur deutet eher auf eine Fortsetzung des laufenden Trends hin.

Bei der Financial Times Deutschland fand ich einen interessanten (wie die meisten von mir zitierten 🙂 ) Artikel zu dem Thema und der Zurückhaltung der Banken.

http://tiny.cc/t1403

Gut lange will ich darüber nicht reden, ich sehe nur, dass in unserem Neubaugebiet plötzlich viele Grundstücke verkauft werden. Dabei wurde das Baugebiet bereits vor 5 Jahren erschlossen und in den ersten 4 Jahren wurde nicht einmal ein Drittel der Bauplätze verkauft.

Noch beunruhigender ist die Entwicklung auf dem Anleihenmarkt. Lass un einen Blick auf den deutschen Bund Future werfen. Ich habe am 23. Januar zuletzt über diesen Index geschrieben. Damals rechnete ich mit einer Stabilisierung des Abwärtstrends bei 123, was der Minimalkorrektur nach Fibonacci entspricht. Nun wie man im angehängten Chart von http://www.tradesignalonline.com sieht,  fällt der Bund immer tiefer unter diese Marke

Kurz und bündig – die nächste Zielmarke liegt bei 120, danach bei 115 und wenn es noch tiefer gehen sollte, dann steht der Bund bei 105, was dem Zinsniveau von 2001 entsprechen würde. Für kurzfristige Zinsen bedeutet es etwa das Doppelte vom aktuellen Nivaeu.

Uff, so jetzt aber zu den angenehmeren Themen. Der DAX steigt fröhlich an und solange die Zinsen nicht deutlich erhöht worden sind, wird er es weiter tun. An meiner Zielmarke 8000 bis April hat sich wenig verändert.  Der Trend in Aktienmärkten wird durch die Abflüsse aus den Anleihe-Märkten verstärkt. Im Klartext heisst es, die Mischfonds reduzieren den festverzinsten Anteil und investieren das frei gewordene Geld in Aktien.

Und was ist mit Rohstoffen? Ich warte weiterhin auf den von mir angekündigten Gold-Crash.

Schauen Sie sich den Chart unten ( wider m.f.G. tradesignalonline.com) an. Er zeigt den Goldpreis in Euro.

Fällt Euch etwas auf?. Mir schon. Es ist die erstaunliche Ähnlichkeit des Charts zu dem DAX Chart etwa um den 21.02.2008, siehe das folgende Bild, linke Seite.

In beiden Kursverläufen kam es zuerst zur Gipfeleroberung. Dreimal wurde das Hoch erreicht aber nicht mehr überschritten. Danach kam es zu einer scharfen Korrektur, auf die eine relativ schwach ausgeprägte Erholung folgte.

Und was passierte danach beim DAX? Er hat sich innerhalb eines Jahres halbiert.

Erwartet uns eine ähnliche Entwicklung bei Gold? Nun, bei Aktienmärkten würde ich sagen, nein. Die Historie wiederholt sich nie identisch, da die Information das Verhalten der Marktteilnehmer beinflusst. In Rohstoffmärkten kann es aber anders aussehen.

Fazit: Aktien weiter rauf, Zinsen steigen langsam an und Gold, vielleicht auch andere Rohstoffe könnten zusammenbrechen.

 

Nachtrag: DAX daily scheint tatsächlich seinen alten Rhythmus gefunden zu haben und wirft wieder Gewinne ab. Nach der kommenden Woche sind wir schlauer.

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