Egal wie man’s sieht, der DAX wird nervös aber nur ein bisschen

Der Optimismus scheint in die Märkte zurückzukehren. Der DAX fällt nicht mehr und es herrscht eine seltsame Ruhe au fder Nachrichtenschiene. Ich frage mich nur, warum? Was in Ägypten passieren wird, steht nach wie vor in den Sternen. In Libyen weiß man wenigstens, dass es ein Chaos danach geben wird.. Und andere Länder? Jemen, Algerien, gar Saudi Arabien oder China? Und der Ölpreis, der den Startshuss für eine neue Ölkrise abgab? Zählt es gar nicht? Wann werden die verdammten Märkte endlich fallen. Schließlich sitzen gerde in Deutschland viele auf hohen Barbeständen und warten auf den Jüngsten Tag, um sich über das ausgebliebene Investments zu freuen. „Gott sei Dank, ich bin nicht dabei“, sagt dann so mancher. Noch besser, sie warten, bis der DAX sich an seinen alten Zustand erinnert und eine gute „Einstiegsgelegenheit“ bei 3500 bietet.

Die Märkte aber leben leider genauso,wie wir handeln, und das ist nun mal oft anders als wir es der Öffentlichkeit sagen oder uns vormachen. Leute, die Probleme mit dem Übergewicht haben, reden meist über gesunde Ernährung. Ich kenne einige stark übergewichtige Frauen, die zertifizierte Ernährungsberaterinnen sind. Menschen mit Alkoholproblemen reden auch gerne, wie kontrolliert sie trinken, nach dem Motto „In der Woche trinke ich kaum“.

Ähnlich an den Börsen – hier ticken wir wie nach Geld süchtige Junkies, die zwar ihre Resistenz gegen Gier betonen, insgeheim aber stets darüber nachdenken, ob sie doch noch eine Chance auf ein arbeitsfreies Leben, welches ihnen der Börsenhandel geben soll, wahrnhemen und auf den letzten fahrenden Zug springen.

Deshalb sehen wir seit Wochen eine steigende Nervosität in den Märkten. Bei dieser Behauptung bleibe ich . Ich bin nach wie vor der Meinung, die Korrektur hat bereits begonnen, was jedoch nicht heisst, dass die Märkte noch weiter steigen können, Wir sahen auch 2007 steigende Kurse bei steigender Volatilität.

Lasst uns auf den DAX Chart der letzten Monate schauen ( Quelle http://www.tradesignalonline.com).Seit Jahresanfang ist der DAX  von 6800 auf 7400 gestiegen und ging dann indie Korrektur. Diese Korrektur kann den Index bis auf 7060 drücken.  Wir liegen noch deutlich darüber. Denn die Korrektur verläuft auch in einem Wellenmuster und kann selbst korrigiert werden. Eine solche Korrektur der Korrektur sehen wir zur Zeit. Der Index drehte bei 7130 und kann nach meiner Einschätzung bis auf 7300 steigen. Danach kann es wieder runtergehen usw. Steigt der DAX auf über 7310 auf Tagesendbasis, könnte dies den Markt bis auf 7500 hieven.  Eine Kurswende bei 7300 bedeutet u.U. einen erneuten Sturz.

Für das zweite Szenario spricht die gestiegene Volatilität. Ich meinte damit nicht die Schwankungsbreite der täglichen Kursspanne, denn diese sog. historische Volatilität ist eher gefallen. Es geht um die implizite Vola, die aus den Optionspreisen abgeleitet wird und enthält damit direkt die Risikoeinschätzung der Marktteilnehmer. Rechne ich mit steigenden Risiken im Markt, dann bin ich bereit , mehr für die Optionen zu zahlen.

Auf dem Chart sehen wir den DAX, historische und implizite Vola.

Für das erste Szenario der steigenden Märkte sprechen wieder Tatsachen, z. B.  mein DAX – Handelssystem DAX daily. Dieser nimmt seit Tagen immer wieder kleine Gewinne auf der Longseite mit.

Chart m.f.G. http://www.tradesignalonline.com

 

 

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