DAX – aktuelle Lage

Die Panikmache in Deutschland überrascht zwar nicht, dennoch bin ich erstaunt, wie irrational die breite Masse denkt. Die Analogie zu dem ziemlich mäßigen Roman „Nasshörner“ ( den Autor habe ich vergessen, vielleicht  E. Ionesco) liegt auf der Hand.  Alle reden darüber, gesehen hat es niemand.

Der Auslöser für die Katastrophe in Japan ist nicht die Reaktortechnologie bzw.  ihre Sicherheit. Natürlich muss auch sie weiterhin verbessert werden.  Ich  kannmir auch gut vorstellen, dass dies nach der Tragödie auch geschehen wird. Aber deswegen die Kernenergie zu verteufeln, ist entweder nur politisch gewollt oder schlicht naiv.

Stellen Sie sich vor, in Chile schlägt ein Asteroid ein und zerstört ein Dort mit 2000 Einwohnern. Trotz diverser Schutzmassnahmen, die dort seit Jahren ergriffen werden, da Chile ja öfter von Himmelskörpern beschossen wird, ist es  nicht gelungen, die Dorfbewohner rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Die ganze Welt weint (zurecht) und in Deutschland beschließt man, von nun an, keine überirdischen Siedlungen merh zu bauen. Einige politische Parteien hatten ohnehin seit Jahren für eine unterirdische Besiedlung plädiert. Diese Idee wurde aber stets mit dem Hinweis auf das Ausland von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Nun ist es soweit. Wir haben satt! Keine Häuser über der Erdoberfläche. Wir wollen kein zweites Chile.

Und so weiter. Ein extrem unwahrscheinliches und tragisches Ereignis wird zum Anlass genommen, um politischen Wahlkampf zu führen.

OK, jetzt zum DAX. Mein Indikator DAX daily hat natürlich den schwarzen Schwan in Japan ausgenützt und steht zur Zeit mit ca. 200 Punkten unrealisierten Gewinns auf der Shortseite.

Charttechnisch hat der DAX die Minimlakorrektur nach Fibonacci berührt . Dies könnte ein kleiens Wendezeichen bedeuten, zumindest vorübergehend.

Chart Quelle http://www.tradesignalonline.com

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Kommentare

  • Andreas Balogh  On März 15, 2011 at 9:05 pm

    Lieber Adrian,

    der Vergleich hinkt. Reaktoren werden in einer Abwägung zwischen Nutzen, Risiken und Kosten gebaut und ausgelegt. Die Aussage „Kernkraft ist sicher“ ist immer zu übersetzen in „Die Anlagen sind unter den von uns getroffenen Annahmen sicher gebaut“. Hier hat sich gezeigt, daß die Risikoanalyse (Auslegung bis für Erdbeben der Stärke 8,2) von der Wirklichkeit überholt wurde (Erdbeben der Stärke 9,0). Möglicherweise war eine Auslegung für größere Erdbebenstärken nicht mehr wirtschaftlich. Es geht also darum, die Annahmen zu prüfen, unter der die Anlagen hierzulande konstruiert und gebaut worden sind – und die Bedingungen zu prüfen, unter denen man die Unbewohnbarkeit eines Landstriches für die nächsten Jahrzehnte in Kauf nimmt.

    Asteroideneinschläge unterliegen nicht dieser Risikoanalyse.

    Gruß, Andreas

    • Adrian Gohla  On März 15, 2011 at 9:48 pm

      Hallo Andreas,

      der Grund für die Katastrophe war nicht nur das Erdbeben, denn auf dieses sind die Anlagen dort m.E. vorbereitet. Man kann darüber streiten, ob es klug war, in einem so gefährdeten Gebiet soviele Kernkraftwerke zu bauen.
      Das Hauptproblem war der Tsunami, der offenbar die Notstromversorgung außer Kraft setzte. Beim nächsten Mal wird die Menschheit wohl auf beide Unglücke vorbereitet sein und dann schlägt eben der besagte Komet, der eine neue Bewetung des Risikos erfordern wird.

      Ich halte deswegen die Diskussion und vor allem die Reaktion der Politiker für dilettantisch, vor allem, weil die ganze Welt, Hunderte Kraftwerke bauen wird (China denkt an 40 !). Klug wäre gewesen, gemeinsam das Unglück zu analysieren. Aber wir Deutschen sind nun mal so, dass wir es immer besser wissen (wollen).
      Ich hoffe nur, dass meine Erwartungshaltung aufgeht, und Japan nicht zugrunde sondern durch den Wiederaufbau endlich nach Jahrzehnten aus der ökonomischen Starre erwachen wird.

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