Hexensabbat am 18.03.2011 – o je!

Der sogenannte Große Verfallstag interessiert heute keinen. Zu dieser geistesreichen Erkenntnis kommt auch wirtschaftsblatt.at

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/bwien/marketmail-der-hexensabbat-interessiert-heute-keinen-463987/index.do

Nun ich habe es schon seit langem behauptet – der dreifache Hexensabbat ist genauso spannend wie der Kurs der Deutschen Telekom. Damals vor 12 Jahren, als die Kurse nur eine Richtung kannten und die Träume vom arbeitsfreien Geldverdienen zum Greifen nahe schienen, damals war alles spannend, was sich um die Börse drehte.

So hat man gerne in n-tv über den dreifachen Verfall berichtet. Heute ist dieser Begriff den Insidern bekannt. Ich kenne kaum einen Kollegen aus  meinem Umfeld, der weiß, wie Optionshandel funktioniert, geschweige, er oder sie macht mit, obwohl sie fast alle irgendetwas mit der Finanzdienstleistungen zu tun haben.

Die Terminbörse interessiert scheinabr nur eine Handvoll Leute, die es geschafft haben, ihr Geld in vielen Jahren nicht zu verlieren, bzw. es vermehrten.

Nun ist es soweit und der DAX steht ca. 800 Punkte unter dem Stand vom letzten kleinen Verfall im Februar. Das entspricht etwa 3  Standardabweichungen, wenn man die implizite Volatilität zugrunde legt. Das wiederum bedeutet, dass ein solches Ereignis mit weniger als 1% Wahrscheinlichkeit eintreten kann.

Oder noch besser – in 100 Monaten ( 5 Jahre) darf der DAX im Schnitt einmal eine größere Handelsspanne als 1% aufweisen. Man muss kein Finanzmathematiker sein, um den Unsinn einer solchen Aussage erkennen. Bereits 2008-2009 gab es einen mehrere solche Extremen Ereignisse.

Das klassische Optionsmodell ist in dieser Beziehung schlicht unbrauchbar. Aber das ist eine andere Geschichte.

Unten sehen Sie den DAX-Chart (m.f. G. http://www.tradesignalonline.com)

Der DAX versucht zurzeit die „japanische“ Lücke vom 15.03 bei 6845 zu schließen. Das würde auch der Minimalkorrektur des am 17.02 begonnenen Abwärtstrends entsprechen. Mit anderen Worten bis dahin könnte es aufwärtsgehen.

Natürlich haben Prognosen in Finanzmärkten nicht viel Sinn. Sie sind lediglich ein Indikator, wie die Erwartungshaltung anderer sein könnte.  Dennoch versuchen immer wieder die gleichen Berufsanalysten Kurse vorherzusagen.

Hier als Entertainment eine „Vorhersage“ einer Bank im Handelsblatt.

http://www.handelsblatt.com/microsite/bnpparibas/marktgeschehen/bnp-paribas-dax-daily-18-03-2011-heute-seitwaerts-hochvolatil/v_microsite,3848752.html

Da bin ich gespannt.

Ausblick:

Nach einem 1.000 Rücksetzer von den Jahreshochs bestehen Chancen, dass das Gröbste vorerst nahezu eingepreist ist. Freitag ist 3-facher Hexensabbat, der Verfallstermin der Terminkontakte. Es ist charttechnisch abzuleiten, dass der DAX bis 6.730 oder 6.850 steigt und dann erst weiter fällt. Unterstützend wirkt 6.590, dann erst wieder 6.450 und 6.350, schließlich 6.050/6.150. Oberhalb von 6.850 wäre sogar Platz bis 7.025/7.075. Höher geht es im März kaum nochmal. Fazit: Weiterhin das Wahrscheinlichste ist eine volatile Range zwischen 6.350 und 6.850.

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