Jetzt auf fallenden Goldpreis spekulieren?

An eine Seitwärtsbewegung des Goldpreises glaube ich nicht. Dafür ist der schlicht zu hoch. Entweder wird es weiter steigen,  gemäß dem Motto – solange die Musik spielt. Oder er korrigiert. In jedem Falle würde sich lohnen, auf eine heftigere Kursbewegung zu setzen.

Sinnvoll erscheint mir eine Straddle Strategie – simultaner Kaufeiner Kauf- und Verkaufsoption zum gleichen Basispreis und zwar mit einer längeren Laufzeit, z.B. 1 Jahr.

Ich machte mich so auf die Suche nach passenden Produkten. Entgegen meinen Empfehlungen kommt für mich die Eurex kaum infrage. Dort gibt es zwar Goldderivate. Dieses werden aber kaum gehandelt und sind im Gegensatz zu Aktienoptionen für Privatanleger wenig geeignet. Schaut Euch diesen Link an.

http://www.eurexchange.com/market/quotes/COM/GOL/OGFX_de.html#table

Hallo? Open Interests 200 Kontrakte? Geschweige schon über die Anzahl der gehandelten Kontrakte. Seltsam –  in den Zeiten des Rohstoffbooms finden diese Produkte die klar strukturiert sind und mit Sicherheit verständlicher als ein Wave Call oder knock out oder Diskont Optionsschein , sorry Zertifikat sind, kaum Absatz.

Wie dem auch sei, ich schaute mir die Zertifikate der Deutschen Bank an.  Da sieht es natürlich ganz anders auch. Die Auswahl ist riesig und die Webseite ansprechend mit diversen Extras und „relevanten“ Kennzahlen wie etwa dem Hebel. Ifh fand einen Call

ISIN: DE000DE22VA1

und einen Put

ISIN: DE000DE22VQ7

die meinen Erwartungen entsprechen könnten.

Gut, die Basispreise sind etwas auseinander aber das macht nichts.  Mir fiel jedoch etwas anders auf. Ich wählte logischerweise Scheine  ( wie die „Profis“ sagen,) die sich auf den Euro-Preis des Goldes beziehen. Und hier liegt , so glaube ich, der Hund begraben.  Innerhalb der letzten 6 Monate hat der Put 53 % und der Call 12% verloren. Das Gold ist in dieser Zeit um knappe 10% in Dollar gestiegen und um wenige Euro gefallen.

Das Geschäft mit Derivaten auf Gold ist scheinbar doch nicht so glänzend wie das Metall selbst. Der  Euro/Dollar Kurs, die Bewertung und Handelbarkeit sind hier sicherlich wichtige Einflussfaktoren, die für einen Privatanleger ein no go bedeuten könnten.

Unten sehen Sie den Chart Gold in Dollar und Euro

Quelle http://www.tradesignalonline.com

Zum Schluß nahm ich ein Zertifikat, mit dem Referenzkurs in Dollar und einer Laufzeit 25.06.2011 sowie dem Basispreis am Geld von 1500. Dieser Optionsschein ist auch kein Musterknabe der Performance und verlor in den letzten 6 Monaten 28%, was auch leicht erklärbar ist- er wird schließlich auch in Euro gehandelt.

Alos letzten Endes bleibt es beim Kasino-Ansatz. Einfach setzen und hoffen.

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Kommentare

  • Stefan Wehmeier  On Mai 30, 2011 at 5:53 pm

    „Die Schaffung von Reichtum ist durchaus nichts Verachtenswertes, aber auf lange Sicht gibt es für den Menschen nur zwei lohnende Beschäftigungen: die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Das steht außer Diskussion – streiten kann man sich höchstens darüber, was von beidem wichtiger ist.“

    Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

    Wer in Kategorien von „gut“ und „böse“ denkt, bzw. darum noch gar nicht mit dem Denken angefangen hat, aber von sich glaubt, er wüsste schon was, mag die Tatsache, dass der seltene Reichtum in „dieser Welt“ auf Kosten der Mehrarbeit anderer und nicht auf Apfelbäumchen wächst, als „unmoralisch“ empfinden. Wer sich dagegen auf die Suche nach Wissen begibt und bereits eingesehen hat, dass die sinnvollste Verwendung von Gold die Vergoldung elektrischer Steckkontakte ist, stößt am Ende auf die Alles entscheidende Frage:

    Warum hat eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstanden?

    Die Ursache ist eine künstliche Programmierung des kollekiv Unbewussten, welche die halbwegs zivilisierte Menschheit überhaupt erst „wahnsinnig genug“ für die Benutzung von Geld machte (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld), lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war. Anderenfalls hätte das, was wir heute „moderne Zivilisation“ nennen, gar nicht erst entstehen können! Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode mutierte, und die uns – unabhängig vom so genannten Glauben (Cargo-Kult) – alle zu Untertanen machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen.

    Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich „Auferstehung“.

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

    http://www.deweles.de/willkommen.html

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