Erbschaftssteuer = Matthäus-Effekt in Deutschland

„Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, dass er Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat.“

Mt. 25, 29

Nicht einmal ein Prozent des gesamten Steueraufkommens besteht aus der Erbschaftssteuer.

Quelle: Wikipedia

Erstaunlich, oder?  Und irgendwie ungerecht, wenn man bedenkt, wie viel Vermögen inzwischen auf hohen Kanten bei uns liegt. Das Traurigste dabei ist, dass gerade die reichsten verschont werden und vor der ES ins Ausland fliehen bzw. Stiftungen gründen. Beispiele kann ich auf Wunsch nennen.

Der Anlass für diese Anmerkungen ist der 105 Jahrestag der Einführung der Erbschaftssteuer in Deutschland.

Warum muss der Freibetrag für Ehepaare bei 500.000 Euro liegen?

Warum können Betriebe steuerfrei vererbt werden, wenn Arbeitsplätze garantiert werden, obwohl heute sogar der Dümmste weiß, dass sich das Leben so schnell ändert und ein Betrieb in 5 Jahren weiß Gott wo steht.

Ich werde nachdenklich, wenn ich die Fakten sehe.

Ein paar Fakten zu dem Stand der Reformen, die leider allzu oft  in die Richtung führen, die Vermögenden zu verschonen, nur weil diese aus offensichtlichen Gründen die politische Klasse bestimmen können.

http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/erbschaftssteuerreform.htm

Eine Immobilie kann, gleich welchen Wertes, nun steuerfrei erworben werden, wenn Sie von dem betreffenden Erbe weiterhin bewohnt wird. Allerdings muss der Erbe ununterbrochen 10 Jahre dort wohnhaft bleiben. Eine Vermietung oder ein Verkauf während des Zeitraums ist ausgeschlossen. Diese Regelung gilt ebenfalls für Kinder, wenn der Wohnraum 200qm nicht überschreitet.

Eine gerechte Ausgestaltung der Erbschaftssteuer durch zum Beispiel eine Kopplung an die Einkommensteuer würde die Schulden in unserem Lande im rasanten Tempo tilgen lassen… Und einen Anschein geben, dass Gerechtigkeit auch noch ein wenig zählt.

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Kommentare

  • Thomas Wasser  On Juni 4, 2011 at 10:14 pm

    Wir könnten ja wenigstens eine Erbschafts-Obergrenze einführen: Niemand soll mehr als 10 Millionen Euro erben können. Mit 10 Millionen Euro kannst du problemlos sehr gut leben. Wenn du das Geld halbwegs intelligent und sehr konservativ anlegst, kannst du darüber hinaus jedem deiner Kinder wieder 10 Millionen vererben. D. h. konkret: Wir verpflichten uns, dass wir und unsere Nachkommen bis in alle Ewigkeit für die Nachkommen der heutigen Superreichen sorgen werden, auch wenn diese nie wieder etwas arbeiten. ABER MEHR LIEGT NICHT DRIN.

    Allein durch diese Massnahme könnte die Schuldenkrise in den meisten Ländern gelöst werden. Und ohne diese oder eine vergleichbare Massnahme ist es mathematisch unmöglich, die Schuldenkrise zu lösen.

    Nur müssten natürlich mindestens alle westlichen Länder zusammenhalten, damit eine Erbschafts-Obergrenze durchsetzbar ist und die Superreichen nicht einfach in ein anderes Land abhauen können.

    Übrigens würden keineswegs alle Superreichen abhauen. In den USA z. B. wird noch mehr Wert auf die persönliche Leistung gelegt, und Superreiche wie Bill Gates, George Soros und Ted Turner unterwerfen sich freiwillig dieser Obergrenze.

    • Adrian Gohla  On Juni 4, 2011 at 10:33 pm

      Danke für den Kommentar.
      Ich habe neulich die JStb 2010 abgegeben und habe nicht einmal eine Sekunde gezögert, eine Einnahme von 500 Euro abzüglüch 100 Werbunsgkosten anzugeben.
      Aber vielleicht bie 10 Mio würde ich anders denken…

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