Warum Fonds niemals besser als der Markt werden können

Die Diskussion um die schlechte Performance der gamanagten Fonds flammt immer wieder auf und sie endet dann genauso schnell.

Der Blicklog.com geht auf dieses Thema wieder kurz an.

http://www.blicklog.com/2011/06/28/anleger-verschwenden-13-billionen-und-niemand-interessiert-es/

Es ist jedoch nichts Neues, was hier aus dem Spiegel zitiert wird. Ich habe bereits Monate vorher mehrmals auf die eher bescheidene Performance der Investmentsfonds und Hedge-Fonds hingewiesen. Hier zum Beispiel ein Artikel zu dem Thema.

https://basili.wordpress.com/2011/01/17/keine-uberraschung-aktienfonds-sind-schlechter-als-ihr-ruf/

Wenn Sie in fondsweb.de reinschauen, dann sehen Sie, dass die besten langfristigen Fonds bestenfalls 300% in 20 Jahren erwitschaftet haben. Und das ist schon mal viel. Denn es bedeutet eine jährliche Rendite von mehr als 10%! Ich persönlich halte diese Rendite für nur zufällig haltbar. Und den Vergleich mit der Marktentwicklung halte ich wiederum für unpassend und wenig aussagekräftig. Der DAX stand 1993 bei 1000 Punkten soweit ich mich erinnern kann. Bis jetzt hat er sich versiebenfacht. Vor 2 Jahren hiesse es, er hätte sich verdreifacht. Dann wäre vielleicht die langfristige Performance der Fonds besser als der Markt.

Und überhaupt, kann der Marktteilnehmer besser als der von ihm gemachte Markt werden?

Wie? Wenn ein großer Fonds kauft, dann verkauft ein anderer großer, oder? Wenn eine AG gut verdient und eine Dividende zahlen will, dann werden die Aktien von großen Fonds gekauft. Wer verkauft sie dann? Die AG selbst. Wohl kaum. Eigenkapital wird heute geschützt wie ein rohes Ei. Sind es die vielen Zocker, die kaufen und verkaufen. Diese wollen aber auch einen Verkäufer finden. Bei Hedge Fonds ist es noch komplizierter. Dort gilt das Nullsummenspiel.  Das heisst, auf Dauer gewinnt dort niemand.

Es kommt also letzten Endes auf das Glück an, das man zu fördern lernen muss.

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Kommentare

  • Kai Flo  On Juli 2, 2011 at 9:10 am

    Hallo Adrian,

    das stimmt – die meisten Fonds schaffen es nicht ihren Index zu schlagen. Es kommt aber meiner Meinung auch darauf an, welche Fonds man sich anschaut. Nimmt man zum Beispiel den Dax, so hat man doch einen Markt, der schon sehr nahe an einen vollkommenen Markt heranreicht. Für Fondsmanager ist es daher fast unmöglich, Informationen oder Ideen zu bekommen, die andere bzw. der Markt nicht auch schon haben und die im Kurs eingepreist sind.
    Anders könnte ich mir das vorstellen, bei Finanzmärkten, die noch nicht so erschlossen sind, wie der Deutsche oder Amerikanische. Ist ein Fondsmanager zum Beispiel ausgezeichnet in Afrika oder Südamerika vernetzt, so ist es glaube ich eher möglich, einen Vorsprung herauszuholen und das in eine Outperformance zu bringen.
    Ein Kollege von mir hat einmal gesagt: „Im Dax lohnt sich nur der ETF, aber in Schwellenländern können aktive Fonds von Vorteil sein!“.

    Da könnte was dran sein – oder?

    Viele Grüße!

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