Sommerrally 2011 naht – was tun

Ob es einem gefällt, oder nicht, die Sommerrally kommt immer näher. Allen Skeptikern zum Trotz, den in Buchhandlungen neuerdings immer präsenteren Crash-Propheten ebenfalls – die Börsennotierungen steigen und steigen. Man findet zwar immer eine Erklärung. Die kürzliche Entspannung in Griechenland wird sofort mit einem Jubel begrüßt. Hallo? Und zuvor quasi am Rande der Euro-Stabilität sah ich ebenfalls keine Panikverkäufe, bestenfalls eine Seitwärtsbewegung. Warum also jetzt die Freude. Unternehmen berichten von Gewinnen aber auch immer häufiger von Verlusten in ihren Jahresbilanzen. Und die Neuplatzierungen sind keine Erfolgsstories, die Erstnotierungen liegen oft am unteren Rande der Preisskala.

Dennoch schreibt die gestrige FAZ von „günstigen Bewertungen“. Auch die Schwellenländer sollen wieder interessant sein. Die Überschuldung  der privaten Haushalte Polens ist aus mir völlig unbekannten Gründen immer noch kein Thema.

Und es könnte durchaus so weiter gehen. Die Volatilität sank in der vergangenen Woche auf 16%. Tiefer lag sie schon mal: 1992- zu Beginn der großen Jahrhundertrally in Deutschland, dann 2005- anschließend ging es mit dem DAX richtig los, und 2007. Danach hat es auch noch eine Weile gedauert…

Den Ansturm auf 8000 habe mich eigentlich mehrfach erwartet. Und dieser wird auch kommen. Ja, zwischendurch wurde ich immer wieder skeptisch. Mit der an Ignoranz ökonomischer Fakten grenzende Robustheit des Marktes habe ich natürlich nicht gerechnet.

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und man muss etwas tun.

Wie gehe ich am besten vor, angesichts der vielen Chancen, die der Markt angeblich noch hat.Ich bin zwar hauptsächlich mit Optionen investiert. Damit partiziepre ich an der Kursentwicklungen einzelner Aktien. Diese Methode bringt eine begrenzte Rendite, die jedoch durchaus stabil ist und liegt z.Zt. zwischen 5-20% im Jahr. Es war aber auch keine Kunst, in den letzten Jahren, an der Börse Geld zu verdienen, oder? Ich halte zur Zeit folgende Aktien bzw. Optionen: Lufthansa ( Call long), Thyssen Krupp ( Call long), Solarworld ( short Put), Eon ( Aktie und Covered Call). Geplant sind: Deutsche Post (short Put), Commerzbank, und BASF ebenfalls short Put.

Ich überlege mir jedoch, diese Investments auszudehnen. Vielleicht macht es mehr Sinn, ETFs auf den DAX zu kaufen? Damit habe ich bis jetzt gute Erfahrungen gesammelt. Der Punkt ist nur, die Aktien sind inzwischen gut gestiegen. Kommt es zum Einbruch, dann liege ich gleich 50% im Minus. Dann bleibt die Absicherung. Aber diese kostet relativ viel. Man könnte sich ein Hedge mit einem Call auf DAX weit aus dem Geld und einem Put auf der Longseite überlegen.  Nein, das wäre mir zu umständlich. Ich denke, das beste, was man tun kan, ist einfach, die Gunst der Stunde nutzen und einzelne Fonds und Aktien kaufen, diese nach einem Gewinn wieder verkaufen. Fallen sie stark, dann ebenfalls verkaufen. Als Kriterium für den Einstand könnte maan sich ein simples Muster aussuchen, zum Beispiel gleitende Durchschnitte.

Andere Ideen wären Osteuropa und Schwellenländer. Hiermit müsste ich mich zunächst beschäftigen.

Oder vielleicht doch die Lage vernünftig einschätzen und Finger weg von Aktien oder gar Optionen lassen? Immerhin bekommt man auf Tagesgeld inzwischen mehr als 3%… Die Chance zum Einstieg kommt mit Sicherheit. Und noch eins- keine Rohstoffe, zumindest jetzt noch nicht…

 

 

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Kommentare

  • BB  On Juli 6, 2011 at 7:23 pm

    wo eigentlich bekommt man über 3% auf Tagesgeld ohne Depotwechsel und ähnliche Konditionen?

  • Adrian Gohla  On Juli 7, 2011 at 4:58 pm

    Siehe http://www.tagesgeld-vergleich.de.
    Habe ich etwa gesagt „ohne Depotwechsel oder ä. Konditionen“?
    Wo liegt das Problem. Ich habe einst den Verkaufserlös meiner Immobilie in neu eröffnete gut verzinste Konten angelegt und es nicht bereut.
    adrian

  • BB  On Juli 14, 2011 at 3:06 pm

    🙂 es war nur eine Frage :-), ob sowas (3%) wirklich gibt ohne „trick“ Konditionen.
    Gruß!

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