Gold – die Hysterie nimmt zu

Eines der Themen, mit denen man versucht, das Sommerloch aufzufüllen, ist Goldpreis und sein scheinbar ins Unendliche verlaufender Anstieg. Während meiner Heimfahrt vom Kunden hörte ich gleich auf zwei verschiedenen Sendern Gespräche mit „Börsenexperten“, die unabhängig voneinander einen weiteren Anstieg des Gold preises prophezeiten. Die Unsicherheiten in den USA sind einfach zu groß. Der Dollar wird stürzen, der Euro sowieso und danach das gesamte monetäre System. Gold hätte immer einen intrinsischen Wert usw.

Es wird dabei auch unendlich viel Unsinn erzählt. Dass man zum Beispiel mit Gold hätte in den letzten 12 Monaten 40% verdienen können.
Falsch! Wie die Grafik unten zeigt, hätte ich als Euro-Anleger lediglich 10% verdienen können. ( Quelle http://www.tradesignalonline.com)
Gut, es ändert nichts an der Tatsache, dass Gold und Silber allen Skeptikern und Crashpropheten zum Trotz zu den besten Investments der letzten Jahre gehören.

Was tun jetzt?

Charttechnisch sehen wir euf jeden Fall einen Ausbruch aus dem Dreieck, also eine klare trendfolgende Formation. Demnächst ist mit einer Korrektur zu rechnen, die spätestens nach dem positiven Ausgang der Verhalndungen im Weissen Haus ihren Lauf nehmen wird. Danach aber könnte der Preis in Richtung 2000 $ marschieren.
Man sollte natürlich stets den Europreis im Auge behalten. Am Trend ändert es trotzdem wenig.
Was tun?
Ich würde ungerne den längst vergessenen Fehler reproduzieren und ein Investment zum Höchstkurs tätigen. Werr will es schon? Die Garantie, dass der Kurs danach dreht, und lange tiefer bleibt, ist nicht zu unterschätzen.
Deshalb die erste Regel – nur einen marginalen Anteil des eigenen Vermögens investieren.
Zweitens würde ich auf jeden Fall auf eine größere Bewegung setzen. Hierzu eignet sich der simultane Kauf von einer Kaufoption (Call) und einer Verkaufsoption (Put). Da die EUREX zwar Optionen auf Gold anbietet, diese jedoch zu wenig liquide sind, habe ich mich für klassische Optionsscheine entschieden und zwar über die Deutsche Bank.

hthttp://tiny.cc/flntz
Und was finde ich dort?
zum Beispiel den Call mit Basispreis 900 € und einem Preis von 22. Beim Verhältnis 1:10 bedeutet es, dass der Schein praktisch keinen Zeitwert mehr hat und noch bis Ende des Jahres läuft. Aber ich bin ja kein Zocker, deshalb schaute ich gleich nach gleich gestrickten Puts. Und hier kam die Überraschung. Es gab keine Puts mit realistischen Basispreisen. Der höchste Strike war 1000 Euro nd kostete 30 Euro.
Sollte ich mich für die oben bescheieben Kombination entscheiden, dann liege ich im Gewinn, wenn der Goldpreis zum Jahresende entweder  mehr als 1160 oder weniger als 750 Euro beträgt.  Steht er irgendwo dazwischen, dann verliere ich Geld.

Seltsamerweise finde ich viel mehr nicht klassiche Optionsscheine z.B. WAVES, auch Puts mit sehr unterschiedlichen Basispreisen. Das Geschäft mit den Knock Outs Zertifikaten ist scheinbar lukrativer.

Aber ich weiß es nicht – mittlerweile ist es mir unheimlich geworden. Welche Webseite man nicht betrachtet, oder welche beliebige Zeitung  man nicht aufruft, immer nur dreht sich alles um Gold und Silber.

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