Intradaytrading versus Positionstrading – meine Erfahrungen

Wenn einem Blogger neue Themen nicht einfallen, dann analysiert er halt die alten. Ich sehe mir gerne die alten Beiträge  und die Zugriffsstatistiken an. Mit Staunen stelle ich fest, dass die Beiträge, die schon vor drei Jahren die höchsten Zugriffsraten hatten, auch heute zu den Stars zählen. Meine wenigen  Artikel über das Intradaytrading erfreuen sich nach wie vor der höchsten Beliebtheit. Warum eigentlich? Was zieht Menschen am Intradaytrading so an? Einer der Gründe ist wohl der aktuelle Markt, den ich als traderfreundlich bezeichnen würde. Heftige Bewegungen auf die noch heftigere Korrekturen folgen, sind das beste Umfeld für Provatbörsianer, die abends alle Positionen schließen. Man bekommt immer eine Chance, auf der Welle kurz mit zu schwimmen.

Es gibt aber auch andere Gründe. Intardaytrading bedeutet, sofort das Ergebnis der Handlung zu sehen. Im Gegensatz zu anderen Investmentstrategien siehst Du direkt, ob Du Erfolg hattest oder nicht. Beim Betrieb eines Kiosks brauchst Du vielleicht Jahre, beim Aktienhandel Monate, und beim Intradaytrading sind es manchmal Sekunden. Ähnlich wie im Roulette. Schwarz oder Rot. Wollen es wirklich so viele? Ist es nicht ein sehr naives Denken, das oft aus dem Frust über die eigene Berufstätigkeit  hervorgeht? Ich will endlich raus aus dem Büro mit den unendlichen Grabenkämpfen, den ständigen Enttäuschungen über die ausgebliebene Beförderung oder ich habe satt, Neues über die bevorstehenden Entlassungen zu hören.

Ich muss zugeben, dass mir das Intardaytrading gar nicht liegt. Ich handle lieber auf Positionsbasis, vorwiegend mit Optionen. Hier bin ich nicht auf sofortiges Handeln nd Eingreifen angewiesen.

Aufgrund meiner Erfahrung kann ich den  folgenden Vergleich zwischen dem Intraday ( IT) – und Positionstrading (PT) ziehen:

1. IT ist viel anstrengender und muss praktisch durchgehend den ganzen Tag betrieben werden. Vorsicht in der Mittagspause, da finden gerne große Bewegungen statt.

2. PT hat nicht ein größeres Risiko trotz des großzügigeren SL.

3. IT ist wie Poker, Du musst viele Male am Tag verlieren, bevor Du gewinnst.

Hinzukommt noch, dass die Produkte für das IT gerade für Privatanleger oft intransparent ( CFD) oder halt zu teuer ( Zertifikate, Futures ) sind, von der schlechteren Kursversorgung mal abgesehen.

Trotz dieser Nachteile hat das IT natürlich den Charme, dass man jeden Tag sozusagen von vorne anfängt. So wie morgen bei mir. 🙂

Ich denke, viele unterschätzen auch das Gesamtrisiko beim täglichen Traden.

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