Nachrichten Börse am 1.11.2050

Die Schaukelbörse der letzten Wochen, sorry Jahre brachte mich auf die Idee, ein Szenario auszumalen, wie die Finanzmärkte der Zukunft aussehen könnten.

Es ist 20:15 Uhr. Hier die Börsennachrichten.

Der DAX zeigte sich heute von seiner ruhigen Seite. Der Deutsche Leitindex sank zunächst um 50%, nachdem bekannt geworden war, dass die Verschuldung der Republik Tschad gegenwärtig nicht einmal beziffert werden kann, da die meisten im Lande befindlichen Prüfer der EU auf die Seite der Rebellen übergegangen sind, um für den Austritt aus der Eurozone zu kämpfen.

Darauf hin legte Tschetschenien ein Veto im Europaparlament ein, mit welchen die Aufstockung des Rettungsschirmes EAAFSF (European-African-Asian Financial Stability Facility). auf 2,5 Trillionen Euro verhindert werden sollte. Damit wäre der EU-Beitritt von Mongolei in Gefahr, die in den ersten 15 Jahren auf die Unterstützung des EAAFSF angewiesen wäre.

Diese Gerüchte waren zwar durch mehrere Agenturen gemeldet, es bleibt jedoch unklar, ob sie Bestand haben.

Deshalb erholte sich der DAX in den frühen Abendstunden und erreichte gegen Mitternacht ca. 150% des Anfangswertes von 23:59 Uhr des Vortages.

Bei den einzelnen Aktien waren die Banken sehr gefragt. Besonders die UBG ( United Bank of Germany, Anm. Autor) , stieg nach dem Vormittagssturz gleich um 600% an. Unter den übrigen 10 DAX-Aktien sanken die VW zeitweise auf unter  0 Euro, da aus der oben zitierten Meldung auf einen ev. Rückzug VW aus China spekuliert wurde. 

Die anderen Aktien aus dem DAX blieben jedoch die meiste Zeit über Null.

Die Turbulenzen im Devisenmarkt um den polnischen Zloty beben inzwischen ab, nachdem bekannt wurde, dass die meisten ausländischen Banken in Polen Kredite an Privatkunden mit einer Laufzeit von 120 Jahren anbieten werden. Eine Privatinsolvenz von 45 Millionen Polen ist damit abgewendet.Zuvor hieß es, die polnische Notenbank ( NBP) dies niemals zulassen würde.

Wenig gefragt war Gold, dessen Preis für eine Feinunze im Fixing knapp unter 1 Euro lag.

Der Handel in den Warenterminmärkten war zeitweise sehr lebhaft. Dafür sorgten zwei Nachrichten. Zuerst hieß es, dass im Mondkrater Kopernikus neue Ölvorkommen festgestellt worden sind.

Die zweite Nachricht bezog sich auf den Kaffeehandel. Angeblich haben zwei Hedgefonds die gesamte Ernte 100-fach per Termin gekauft. Die Nachfrage sank damit auf minus 100 Kontrakte pro Tag.

Zum Schluß der Zinsmarkt. Der Bundfuture tendiert unverändert bei 170.  Die Investoren müssen demnach etwa genauso viel für ihre Einlagen  auf dem Geldmarkt zahlen wie vor einer Woche.“

 

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Kommentare

  • Lars Kirchner  On November 5, 2011 at 8:49 am

    Hallo Adrian,

    was für ein Beitrag, Klingt ein wenig wie ein Kapitel aus einem SciFi-Roman. Aber wir wissen ja was aus dem ein oder anderen Feature einer SciFi Geschichte aus den 50er Jahren geworden ist. Die gehören heute zu unserem Alltag und wir können uns gar nicht vorstellen ohne diese zu leben.
    Von daher müsste man schon ein wenig Angst haben wenn nur ein Teil aus deinem Beitrag Realität würde.
    Allein die aktuelle Tagesschwankungsbreite ist aus heutiger Sicht hoch. Ich hoffe nur das sich das dann irgendwann wieder beruhigt und sich nicht in die von dir beschriebene Richtung entwickelt.

    Auf jedenfall interessant geschrieben.

    Gruß Lars

    • Basili  On November 5, 2011 at 7:46 pm

      Danke Lars vielmals !!! Ja, es war ein sehr bescheidener Versuch, Stanislaw Lem des Finanzmarktes zu werden. Zugegebenermassen habe ich nur wenig von ihm gelesen, war aber immer von seiner intellektuellen Schärfe angetan, obwohl ich im Gegensatz zu ihm kein Atheist bin…
      Ich denke, die Welt wird schon ihrem Weg finden. Aber aus heutiger Sicht wird es viel schneller und „unruhiger“ zugehen. Die Ruhe der ersten Jahrhunderte der Börse ist größtenteils auf die künstlichen Grenzen zwischen den Ländern und eine schlechte Informationsübermittlung zurückzuführen. Das werden wir künftig nicht mehr haben, wohl aber die alten Konflikte..

  • Lars Kirchner  On November 6, 2011 at 9:31 am

    Genau, die Welt wird ihren Weg finden. Das interessante dabei wird sein welcher Weg das wird und wo er die Welt hinführt.
    Auch akute Schuldenprobleme von Staaten hatte die Welt schon des öfteren. Allerdings in dieser Menge an Staaten und dazu auch noch großen Volkswirtschaften zur gleichen Zeit ist doch neu. Werden ganz spannende Jahre werden.
    Auch für mein Projekt, welches nun das erste Jahr geschafft hat, sind solch starke Schwankungen wie wir sie jetzt schon sehen eher Gift. Schwankungen wie du sie beschreibst müssten quasi jeden Marktteilnehmer rauskicken.

    • Basili  On November 6, 2011 at 2:00 pm

      Ich denke, mehrere Szenarien sind denkbar:Vielleicht schreibe ich einen Beitrag darüber mit dem Bezug auf diesen Austausch:
      1. Die Börse als solche existiert nicht mehr. Unmöglich, da es immer ein Angebot und Nachfrage geben wird, zumal bei knappen Güttern.
      2. Hoche Schwankungen sind Folge der extrem asymmetrischen Kapitalverteilung. Wenige Teilnehmer besitzen sehr viel, z.B. Penssionsfonds.Dadurch verändern sie den Markt in Sekunden. Lösung? Regulatorisch ? Unmöglich. Eher wird das Modell unattraktiv und viele werden aussteigen, so wie jetzt in DAX.
      3. Hohe Schwankungen hat es doch häufig gegeben. Im letzten Jahr sank der Dow im Mai plötzlich um 400 Punkte und einige Aktien auf Null, oder? Das war der Vorgeschmack.
      So, jetzt gehe ich aber essen. Bis später.
      adrian

  • Lars  On November 6, 2011 at 5:49 pm

    Ich hoffe dein Essen hat dir gemundet. 😉

    Es ist richtig das es die hohen Schwankungen häufig gibt. Der Punkt ist nur was als hohe Schwankung zählt. Ungünstig wäre wenn diese 400 Punkte im Dow bei ähnlichem Indexstand künftig die Normalität darstellen.
    Die mittlerweile extrem asymetrische Kapitalverteilung ist sicher mit ein Hauptgrund der letztendlich dazu führen würde das Börsen keinen Sinn mehr machen. Aber dazu fällt mir ein Statement von Mister Dax Dirk Müller ein. Der sprach eben auch diese Ungleichverteilung an und das diese schon zigfach in der Geschichte der Menschheit durch Zwangsweise Umverteilung beseitigt wurde und danach aufs neue zu wachsen begann. So wird es auch diesmal sein. Und so wird es auch die Börsen immer geben.

  • il resto del carlino  On September 16, 2014 at 11:21 am

    Complimenti per l’articolo, davvero interessante, spero tu possa pubblicare altre informazioni così interessanti in futuro, tornerò presto a leggerti. Buona giornata

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