Charts am Montag – steht der DAX jetzt doch noch vor dem Kollaps

Ist Ihnen aufgefallen, dass man heute kaum noch sog. Charttechniker in den Medien sieht? Vorbei sind die Zeiten, als unzählige TV-taugliche Experten über Kanäle, Unterstützungen, Ausbrüche, Doppelpeaks und Korrekturen redeten. Ich werde wehmütig. Diese trügerische Sicherheit, diese Pseudoinformation fehlt mir heute sehr. Zwar gibt es nach wie vor keinen wissenschaftlichen Beleg, dass die Charttechnik Aktienkurse vorhersagen kann, aber sie ist dennoch nützlich. Die Charts sagen oft vieles über die Reaktionen der Börsenteilnhemer aus. Und diese Reaktionen ändern sich nur langsam im Laufe der Jahrzehnte.

Unten habe ich den aktuellen Chart des DAX zusammen mit dem Vola-Index VDAX und dem Indikator MACD  ( Chart m.f.G. http://www.tradesignalonline.com) angehängt.

Technisch, wenn man von weiteren äußeren Impulsen absieht, ist die aktuelle Lage des Deutschen Leitindex klar. Fällt er unter die Marke 5500, dann ist der Weg in Richtung alter Tief s in der Gegend von 5000 frei. Erfahrungsgemäß wird diese Strecke auch sehr schnell zurückgelegt. Ich kann es im Moment wirklich nicht abschätzen, dennoch steigt mit jedem Tag die Wahrscheinlichkeit an, dass der DAX den seit Wochen bestehenden Seitwärtskanal verlassen wird. Angesichts der hoffnungslosen Nachrichten wird dieser Ausbruch wohl eher ein Kursrückgang sein.

Ich wollte aber auf eine Ähnlichkeit der aktuellen Situation im DAX mit der am Anfang 2009 hinweisen.  Damals stand der DAX nach einem Kurssturz im Herbst 2008 etwa 1000 Punkte tiefer als jetzt. Er hatte sich seit Wochen stets seitwärts bewegt,  und es sah generell für die Börsen gut aus. So wie jetzt, war der langfristige Indikator MACD gestiegen und die implizite Volatilität gab nach.

Und was passierte danach?

Der Index fiel doch schnell unter die alten Tiefs (damals bei 4500) und begann anschließend die Rallye.

Verlaufen die Reaktionen der Börsenteilnhemer heute ähnlich , dann müssen wir demnächst Kurse unterhalb 5000 erwarten und sollten aber danach auf einen Aufwärtstrend setzen!

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