Aktien, ETF, ETN, Optionen, Zertifikate oder CFDs was taugen sie?

Das weiß ich natürlich nicht.  Und außerdem hängt der Erfolg eines Orchesters nicht nur vom Instrument sondern vom Musiker ab.

Dann beschränken wir die Antwort auf die Frage – welche Strategie könnte für die aktuellen Märkte die richtige sein?

Ich bekomme neuerdings die Frage öfter gestellt, auch von Menschen, die sonst nicht viel mit der Börse zu tun haben. Dieses steigende Interesse könnte auf einen Stimmungsumschwung in der aktuellen Krise hindeuten. Leute, die Geld haben, und das sind nun mal viele in unserer Republik, verlieren langsam die Geduld. Seit Monaten ist von Weltuntergang, sorry EU- Ende die Rede. Seit Monaten sieht man die Ablösung des Euro kommen und an den Märkten passiert nichts. Der DAX pendelt tüchtig zwischen 5500 – 6300 und kümmert sich um das Wunschdenken viele Börsianer. Ja, es wird behauotet, es  gäbe viele, die auf den Untergang der Banken setzen.  Ob das stimmt..? In den Informationsquellen über die Shortseller ( = Leerverkäufer), die mir vorliegen, ist es nicht eindeutig erkennbar.  Weder auf dataexplorers

http://www.dataexplorers.com/data-and-analysis/research

noch auf der Eurex sind Hinweise auf ein hohes Volumen der Leerverkäufe zu finden.

Sicherlich ist der Handel zum Beispiel mit der Commerzbankaktie nervöser geworden. Dies mag zum einen mit der Nähe der Pennystock-Grenze zusammenhängen. Erfahrungsgemäß wird ein so markanter Preis demnächst auch erreicht. Die Verunsicherung der Börsianer in Bezug auf die Coba hat natürlich fundamentale Gründe. Es geht sozusagen um die Frage – wird sie verstaatlicht oder nicht. Die historische Volatilität der Commerzbankaktie beträgt zurzeit etwa 91 %. Sie war aber schon mal höher, damals im Herbst 2008.

OK, jetzt aber zurück zum Kernthema. Welche Finanzinstrumente taugen was?

ETF, ETNs

Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen den Echange Traded Funds und den Exchange Traded Notes. Die zweiten sind eine Art Inhaberschuldverschreibungen und gehen ev. in die Insolvenzmasse ein. Im Gegensatz zu den ETFs sind sie  kein Sondervermögen und der Käufer trägt deshalb ein volles Insolvenzrisiko des Emittenten. Weitere Details sind in Wikipedia nachzulesen. Ich bin in den ETFs auf DAX short und long sowie auf Gold ebenfalls in beide Richtungen positioniert. Darin liegt übrigens der große Charme der ETFs. Sie haben keine begrenzte Laufzeit. Ich habe deshalb eine Art Katastropheninvestment gebildet. Wenn sich der DAX oder Gold in eine bestimmte Richtung stark bewegen, dann verdiene ich viel Geld. Bis dann muss ich warten, jeden Tag aufstehen, Kaffee trinken, eine E-Zigarette rauchen und warten…. Das bin ich aber ohnehin als Stillhalter gewohnt…

CFD

Hierzu habe ich stets ein gespaltenes Verhältnis gehabt. Ich habe zeitweise CFDs auf Intradaybasis gehandelt und war auch damit sehr erfolgreich. Danach weniger und die Gründe mögen nicht nur an mir liegen. Das Geschäftsmodell der CFDs ist mir bis heute nicht so bekannt, dass ich nachvollziehen könnte, warum so viele Firmen in Deutschland damit Geld verdienen. Das reine Marketmaking kann es nicht sein. Es könnte zum einen ein geschicktes Hedging sein. Bekanntlich verlieren die meisten Börsianer, das heißt sie liegen oft falsch mit ihren Wetten. Wenn also viele gegen den CFD-Betreiber long wetten, dann müsste sich dieser dagegen absichern , indem er auf einer Terminbörse ebenfalls long geht. Aber er muss es eigentlich nicht tun, da die meisten Trader wohl falsch liegen, bzw. mit Verlust verkaufen werden. Hier liegt wohl das große Geheimnis der CFD-Betreiber. Insgesamt wird genauso viel Geld verloren wie gewonnen, aber die Gewinne werden oft schnell realisiert, die Verluste dagegen seltener.  Angenommen 10 Börsianer teilen sich den Markt. drei kaufen einen DAX-Future, drei verkaufen diesen. Nach einigen Sekunden steigt der DAX. Die Gewinner verkaufen die Position sofort an die verbliebenen 4, die Verlierer sitzen auf dem Verlust. Danach bewegt sich der DAX weiter in die gleiche Richtung. Schließlich stellen auch die drei Verlierer ihre Positionen glatt, mit großem Verlust und geben sie an die drei oder eher an die vier mit dem kleinen Gewinn weiter. Final haben sieben Trader einen kleinen Gewinn und drei einen großen Verlust realisiert. In der nächsten Runde geht es wieder von vorne los.  Diesmal werden die Gewinner und Verlierer vertausch. Nach mehreren Runden haben alle viel verlorern und wenig gewonnen. Bis auf einen vielleicht, der auch nach mehrerern Runden im Gewinn liegt. Gegen ihn muss ich mich als CFD-Betreiber absichern.

Ich glaube, so funktioniert die Börse …

Wenn ich mich langfristig positionieren will, dann sind CfDs ev. brauchbar. Allerdings sollte man vorsichtig mit den Stopp-Loss Marken umgehen, besonders, wenn der CFD auch nachts gehandelt wird.

Darüber hinaus gibt es andere Gründe, weshalb ich den CFDs nicht traue. Oft habe ich den Eindruck, dass die Kurse zwar den Basiswert nachbilden. So bewegt sich ein DAX-CFD fast genauso wid er DAX-Future, dennoch nicht identisch. Die einzelnen Quotes sind durchaus von der momentanen Positionierung der Kunden abhängig. Der CFd -Anbieter sieht einfach mehr als ich.

Optionen

Wenn man es handeln kann und darf, dann ist es das beste Instrument. Ich meine dabei die echten Optionen z.B. an der Eurex. Man kann das eigene Risiko exakt festlegen, man kann Aktien hedgen und nicht nur in bestimmte Kursrichtung sondern auch etwa auf eine Schwankungsintensität setzen. Ich kann es nur empfehlen!

Aktien

Ja, aber nicht ohne Optionen.

Zertifikate

Nein

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