Neue EUREX-Margin ist eine Gebührenerhöhung

Seit einigen Monaten ist mir aufgefallen, dass die meine offenen Short-Optionspositionen mit einer ungewöhnlich hohen Margin besichert werden. Die liegt anscheinend nicht am Broker, auch wenn dieser viel zu viel nämlich 50% auf die Eurex-Marginerfordernis draufschlägt.  Die Eurex verlangt für offene short-Optionen den folgenden Betrag:

SOA= Margin-Parameter x Out of the Money Minimum + täglicher Abrechnungspreis Option

In der Praxis bedeutet das, wenn ich eine offene Verkaufsoption auf Deutsche Bank habe, die am Geld ist (Strike = 37), dann muss ich etwa mit 10-15 % des veroptionierten Betrages rechnen  Es werden demnach ca. 340 Euro als Margin verlangt.

Neuerdings aber habe ich festgestellt, dass bei offenen DAX-Optionen weit mehr gefordert wird und zwar für Optionen weit aus dem Geld.

Ich bin unter anderem mit einem Feb Put 7050 short und einem Feb Put 7100 long. Nach dem gesunden Menschenverstand ist die Position für die Bank risikofrei. Die einzige Gefahr besteht darin, dass ich kurz vor dem Verfall gestorben bin, der Broker nichts unternimmt, die Shortposition im Geld ist und ich deshalb am Samstag ausgeübt werde, hatte aber vorher keine Gelegenheit, die Longseite auszuüben bzw. glattzustellen.

Mit meiner 7050 Verkaufsoption liegt die Warrscheinlichkeit für ein solches Ereignis bis morgen 13:00 Uhr etwa bei Null. Trotzdem verlangt die Eurex 724 EuroMargin und stellt lediglich 509 Euro für die Longposition dagegen. Frechheit!

Denn das bedeutet unter Umständen, dass ich die Position irgendwann glaatt stellen muss, um weitere Geschäfte in der Verfallswoche ausführen zu können. Für die Eurex bedeutet das natürlich Gebühren, die bei jedem Geschäft anfallen. Sonst wären beide Positionen wertlos verfallen.

Mein Broker hat bereits neue Runde dieser Gebührenerhöhung avisiert. Es soll künftig das gesamte Portfolio des Kunden bei der Marginberechnung berücksichtigt werden. Ich weiß nicht wirklich , wie es gehen sollte. da ich als Kunde lediglich dem Broker aber nicht für die Börse erkennbar bin.

Jedenfalls können sich die Privatanleger im Optionsgeschäft auf neue Schikanen einstellen. Man will uns offensichtlich nicht im Markt haben und zu den Zertifikaten verdonnern.

 

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