Die Zweifler und die Euro-Jahrhundertrally

Die Zweifler und die Euro-Jahrhundertrally

Die Korrekturen in den Finanzmärkten wiederholen sich, das steht fest.  Denn der Mensch neigt zum emotionalen Handeln. Er hofft und zweifelt genauso gerne.

Moment! Heute wird über 70% des Aktienhandels durch automatische Handelssysteme ausgelöst! Wo stecken da die Emotionen? Nun, erstens findet man sie in der Software wieder. Zweitens, neigen diese „Systeme“ zum systematischen und somit reproduzierbaren Verhalten. Entweder mit oder gegen den vorherrschenden Trend. Oft völlig irrational und blind.  Die Kurse werden deshalb nach einem langen Höhenflug immer fallen.

Ich habe im Rahmen meiner Forschungsarbeit verschiedene Strategien auf ihre simulierte Performance untersucht, meist verwendete ich dabei Standardoptionen. Das Ergebnis wird demnächst in einer Publikation erscheinen. Aber eines kann ich jetzt schon verraten. Auf fallende Kurse lohnt es sich immer zu setzen. Egal welchen Basiswert Sie nehmen, über viele Jahre bringen ausgesuchte Bären mehr als die Bullen.

Gut, jetzt wissen wir, dass die Kruse immer fallen müssen.

Sie haben aber immer andere Ursachen.  Denn das menschliche Versagen bzw. Fehlverhalten, welches generell für Kursstürze verantwortlich ist, kann selektiv vermieden werden. Alte Fehler werden nicht in allen Details wiederholt.

Aus diesem Grund wird es keine zweite Dotcom – Krise oder US-Hypothekenkrise mehr geben.

Und es wird keine neue Euro-Krise geben.  Die Schuldenkrise und ihre Auswirkungen gehören zur Vergangenheit.  Es können noch so schlimme politische Nachrichten aus Italien, Frankreich und Zypern kommen, sie werden sicherlich die Kurse nicht so beeinflussen wie vor einem Jahr.

Deswegen bitte ignorieren Sie alle Aufrufe zum Zweifeln, die man in den Tagen in den Medien liest und hört. Die Märkte lassen sich nicht so einfach beirren, solange keine echten monetären Faktoren erkennbar sind.

Ich würde noch weiter gehen. Wir sind gerade mitten in der Euro-Rally.  Diese wird größtenteils durch angelsächsische Investoren getrieben. In den USA herrscht inzwischen eine wahre Hysterie seit der Dow Jones die 14.000 – Marke testet. Da die US-Aktien inzwischen teuer geworden sind, schauen alle nach Europa. Vorgestern habe ich eine Sendung auf Bloomberg gesehen. Der Investor Bernstein sprach vom größten „emerging market“ in Europa.

Man soll sich deshalb nicht wundern,  dass es an den Börsen weiter aufwärtsgeht.

Und noch eines – meine Prognosen, die ich relativ selten schreibe, sind meistens ein guter Kontraindikator.

 

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