Optionen und Dividenden – ein (unberechenbares) Spiel für den Händler

Die Dividendensaison hat begonnen.  Hier habe ich gleich einen schönen Kalender mit den Terminen

http://www.dividendenchecker.de/hv-kalender.php

In sich eine nette Angelegenheit. Die meisten Firmen zahlen weiterhin gut.

Für einen Optionshändler, der sich auf den Handel mit DAX-Werten spezialisiert hat, ist es jedoch etwas schwieriger geworden.  Der springende Punkt ist die Tatsache, dass die Dividenden irgendwie im den gehandelten Optionspreisen enthalten sein müssen, wenn das Unternehmen bis zum Optionsverfall zahlt. Sonst könnte ja jeder von uns einen risikolosen Gewinn realisieren. Man kauft einen Tag vor der Ausschüttung Aktien unde Verkaufsoptionen. Am nächsten Tag ist der sog. Ex-Dividendentag. Die Aktie verliert pünktlich zum Handelsstart den Dividendenbetrag und alles was danach kommt, ist Zukunftsmusik. Wenn die Optionspreise sich „normal“ verhielten, würde die Verkaufsoption zulegen und wir hätten effektiv immer einen Gewinn realisiert. das kann natürlich nicht sein.

Deshalb passiert Folgendes:

Die Verkaufsoptionen sind bereits ein wenig z teuer, je nach Strike. Am Ex-Dividendentag steigen sie dann nicht mehr. Und die Kaufoptionen sind etwas zu billig und sie fallen dann nicht mehr am Ex-Div.

Das hört sich zwar logisch an, hat aber unangenehme Konsequenzen für mein Optionsdepot. Ich  handle vorwiegend Kaldenderspreads und muss genau das Ertrag/Risiko-Verhältnis kalkulieren. Dies wir aber komplexer und im hohen Masse unberechnebar, wenn die Aktie ausschüttet. Denn die tatsächliche Bewertung wird erst nach der Zahlung sichtbar und man mit zum Teil irrationalen Kursbewegungen rechnen muss, die etwa durch die gestiegene Nachfrage verursacht werden.

Das Leben eines Stillhalters ist schwer. ich werde wohl in der Zwischenzeit bis Ende Mai auf Index-Optionen ausweichen müssen ( Projekt 1 Million ?!).

Die andere sinnvolle Strategie ist der Kauf von Aktien und zwar jetzt rechtzeitig vor der Ausschüttung und schreibt Kaufoptionen auf diese. die Covered Calls Writing – Strategie (CCW) gehört zu den Lieblingen der Finanzmathematiker, die sich auf das Asset Management spezialisiert haben.  Ich verfahre so bei der Deutschen Telekom und würde dennoch zur großen Vorsicht raten.  Denn wie einfach sich das anhört, das CCW ist kein Garant zum Erfolg, wenn etwa eine zu volatile Aktie ausgewählt wird oder kurz vor Ex-Div der Kurs dramatisch einbricht.

 

 

 

Advertisements
Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: