Die fatale Korrelation DAX – Vola ist eine Sackgasse!

Zu dieser Erkenntnis komme ich immer öfter. Der DAX wird nervöser.  Die täglichen Schwankungen nehmen zu. Aber was sind die Schwankungen? Ist das die Differenz zwischen dem Vortagesschlusskurs und dem Eröffnungskurs? Oder ist das die tägliche Handelsspanne? Oder die Veränderung der Hochs und Tiefs? Eben, es ist nicht eindeutig zu definieren. Deshalb verwendet man gerne die Volatilität. erstens es hört sich seriös an. Und zweitens, man kann sich darunter einiges vorstellen.

Man unterscheidet zwischen der historischen – realisierten und impliziten Volatilität. Die Erstere ist die Standardabweichung der beobachteten täglichen Rendite des DAX. Man nehme den heutigen Schlusskurs, berechne den Logarithmus, teile diesen durch den analogen Wert von gestern. Diese Rendite schwankt um einen Mittelwert. Strenggenommen darf dieser Wert nur Dividenden enthalten. In der Praxis hat man immer einen Durchschnittswert. Interessant wird es bei der impliziten Volatilität. Diese ergibt sich aus den gehandelten Optionspreisen der DAX-Optionen und entspricht der Einschätzung der Börsianer für die Zukunft. Die implizite Vola konvergiert zu der historischen. Liegt sie über der historischen, dann fällt sie wieder und die historische steigt im Gegenzug. Und umgekehrt. Im Moment befindet wir uns in einer solchen Phase. Die implizite Volatilität steigt und fällt. Die historische steigt dagegen langsam aber unaufhaltsam.

Für mich heißt das, steigt die implizite , dann bietet sich der Verkauf der Vola, fällt sich , dann sollte man sie kaufen.

Und wie handle ich die Vola?

Ich will hier nicht auf die zahlreichen Optionsstrategien eingehen, sondern auf eine einfache Korrelation hinweisen. Der DAX ist zu der impliziten Volatilität antikorreliert und zwar seit vielen Jahren unverändert, s. Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

Chart

Steigt die implizite, dann kaufe ich den DAX und umgekehrt.

Diese Korrelation halte ich für trügerisch. Denn jedesmal wenn der DAX steigt, fällt die implizite Volatilität. Das täuscht darüber hinweg, dass die Schwankungen keineswegs abnehmen. Im Gegenteil.

Sie werden hoch bleiben und zwar bis es endlich einen Grund gibt, eine Krise, die zum Ausverkauf animiert. Keiner weiß, wie lange es dauern wird.

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