Warum der Crash nicht kommen wird

Der Crash – warum er nicht kommen wird

Zumindest nicht, wenn ihn alle beschwören. In dieser Woche haben wir alle öfter gehört. Icahn und andere „Großinvestoren“ warnen, er kommt noch in diesem Jahr.  Neuerdings sogar Jürgen Fitschen.

Ich staune, weil  es blanker Unsinn ist. Diese Nachricht hat keinen Platz  in den Medien verdient. Klar, es gibt noch mehr Unsinn, etwa wenn von „Fachkräftemangel“ geredet wird. Aber wenn erfahrene Börsenhändler, oft mit fundiertem ökonomischem und mathematischem Hintergrund uns erzählen, dass die Märkte Naturgesetzten folgen,  ähnlich wie die Erde auf ihrer Umlaufbahn, dann ist es für mich Arroganz und sogar der Versuch, diese Märkte zu manipulieren. Denn das wissen diese Großinvestoren, wenn alle verkaufen, dann kann man nichts falsch machen, indem man kauft.

Ausnahmsweise zitiere ich an der Stelle meinen quasi-Arbeitskollegen und guten Bekannten, den Dirk Elsner, der im heutigen Beitrag den Nobelpreisträger Fama zitiert

http://www.blicklog.com/2013/11/21/nobelpreistrger-fama-zu-effizienten-finanzmrkten-blasen-und-vorhersagen/

 Man kann es auf den Punkt bringen – Blasen (und somit auch die Crashes) sind nicht vorhersagbar. Sie werden stets später erkannt, so meine Anmerkung.

Für mich fehlt im Moment der externer Impuls , der den Crash auslösen könnte. Ja, es gibt schlechtere Konjunkturdaten, durchwachsene Bilanzen, US-Amerikaner leben auf Pump , Chinesen verpesten die Umwelt, viele Nationen vermehren sich z schnell, die größten Nationen beuten gnadenlos die Erde aus. OK, es sind Fakten, die allen bekannt sind. Was kann aber verdammt noch Mal zum Ausverkauf führen. Negative Zinsen, über die ich übrigens bereits vor Jahren geschrieben habe? Nein, sie würden eher die Aktienmärkte beflügeln.

Vielleicht bleibt der Markt einfach auf dem aktuellen Niveau, bis die Staaten und Unternehmen ihre Hausaufgaben getan haben und dann geht es weiter los. Dadurch, dass die Aktienmärkte inzwischen von so vielen Menschen und Computerprogrammen überwacht werden, kann ein übertrieben Kurssturz niemals stattfinden. Wir brauchen Endzeitstimmung. Etwas wie der nächste 11. September oder Fukushima oder die US-Pleite. Oder halt eine Übertreibung. Sind es etwa Bitcoins, übe die alle reden? Nun, das kann ich mir nur dann vorstellen, wenn eines Tages herauskommt, dass Staaten und viele Kapitalanleger darin investiert sind.

Vor dem Jahresende wird es sowieso keine Korrektur geben. Höchstens den DAX bei 10.000 also etwas früher als von mir erwartet. Naja, soweit kommt es doch nicht.

Einzig macht mich die niedrige Vola etwas stutzig. Anders als die Zinsen verändert sie sich oft unerwartet und sprunghaft. Im Moment ist sie historisch tief. Mal sehe wie lange.

Ehrlich gesagt kann ich mich als Optionshändler kaum ein besseres Szeario vorstellen, als dass die Volatilität plötzlich bis auf 70% ansteigt. Man muss natürlich richtig positioniert sein. Aber das ist eine andere Geschichte…

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Kommentare

  • Julian5  On Dezember 5, 2013 at 10:17 am

    Man kann es auf den Punkt bringen – Blasen (und somit auch die Crashes) sind nicht vorhersagbar. Sie werden stets später erkannt, so meine Anmerkung.

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