Schlägt die Russland-Krise auf den DAX zurück?

Die Märkte befinden sich in einer merkwürden Lage. Einerseits spricht vieles für die Fortsetzung der Korrektur. Der Treibstoff, mit welchen die Rally der letzten Jahre am Leben gehalten wurde – das staatliche Gelddrucken – scheint auszugehen. Noch aber nimmt man es an der Börse nicht wahr. Nicht wahrgenommen werden auch zahlreiche Warnsignale aus der volkswirtschaftlichen Ecke – Chinas Konjunktur stolpert seit langem.

Aber ich persönlich kann mir den schwarzen Schwan eher in der aktuellen Russland-Krise vorstellen. Es ist ein typisches Beispiel eines extremen Ereignisses, wessen Konsequenzen unterschätzt werden. Die anfängliche Verunsicherung lässt im Moment nach und man sich sogar auf die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends bereit macht.  Denn der so gefürchtete Krieg wird wohl nicht heute beginnen und wenn auch, dann ist eher mit steigenden Märkten zu rechnen.

Nein, hier sind keine negativen Impulse zu erwarten. Ich befürchte den Schlag von zwei anderen Ecken. Erstens droht jetzt eine langsame dafür aber sehr lange andauernde Eskalation. Ein Irak-ähnlicher Zustand. Feindseligkeiten werden immer öfter mit Gewalt ausgetragen. Teile der Ukraine spalten sich ab, Polen wird involviert und andere ehem. Sowjet-Republiken bitten um die „Aufnahme“ Ich denke, der Vergleich zum Jugoslawien Konflikt vor über 20 Jahren wäre an der Stelle passend. Damals hat es auch mit Kroatien begonnen.

Nun hatte der Balkan-Krieg keine große Relevanz für die Weltwirtschaft. Anders ist es bei Russland. Es geht um Gas, Exportstärke der deutschen Wirtschaft und so weiter.

Jetzt kurz meine Prognose. Bis zum Verfall am Freitag passiert nicht viel – der DAX bleibt knapp über 9000. Das denkbare Szenario danach habe ich im Chart gezeichnet.  Die Basis waren die Volatilitäten und historische Anstiegsraten.

Chart m. f. G. www.tradesignalonline.com

 

Chart

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Kommentare

  • bananenbully  On März 20, 2014 at 1:28 am

    Warum denn so pessimistisch? wir hatten 3 weiße Soldaten und nun einen Konsoliderungstag. Die Fed hat gesprochen und ab morgen zieht es weiter rauf. Ich tippe auch eher, dass die Krimkirise nur für ein zartes Rauschen im Chart gesorgt hat, der eigentliche Grund war ein anderer. Der Dax machte mit der letzten EZB Sitzung einen kurzen run nach oben, um dort nochmal alles abzuräumen und danach wurde zügig abverkauft. Seit dem Draghi wieder Zinssenkungen angekündigt hat, ist er wieder am steigen. So einfach ist Börse 😉 Bei der nächsten Sitzung werden die Zinsen gesenkt und das katapultiert uns über die 10.000 ;-))) oder auch nicht 🙂 Wir werden es sehen. Aber ich glaube eigentlich nicht an noch eine Welle runter. Das ganze gezetere um die Krim, wird sich nun nach und nach beruhigen.

    • Adrian Gohla  On März 20, 2014 at 12:26 pm

      Zartes Rauschen? Schön wäre es? Da wo Mensch etwas Unbekanntes fürchtet, versagt jegliche Rationalität…Wenn ein riesiges mit Atomwaffen ausgerüstets Land wie Russland, das
      nur auf die Ausbeutung der Rohstoffe zielt und noch weniger kreativ als China ist, nervös wird, dann zittern die Börsianer. Schon vergessen, wie es vor dem 1. und 2. Irak-Krieg zuging? Jeden Tag sprach man von
      „unabsehbaren Folgen“ und einem „Flächenbrand “ in der Region. Dementsprechend fielen die Märkte monatelang. Ich wäre vorsichtiger. Andererseits wie im gestrigen Chart gezeichnet, rechne ich nach dem Verfall durchaus mit einer Erholung…

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