1,5 % und die neue Reife der Hedgefonds

In der vergangenen Woche rief mich einmal  jemand von European Hedge Fund Industry und wollte mich angeblich zu der Euro-Hedge Konferenz im April einladen. Gut, ich nehme an, unter der Einladung meinte er wohl nicht einen kostenlosen Eintritt sondern bestenfalls einen Discount von 10% auf einen Preis jenseits von 2000 Euro. Ich musste absagen, da ich in der Zeit im Kundenauftrag unterwegs sein werde.

Danach dachte ich kurz nach. Mittlerweile wird man für solche Veranstaltungen akquiriert. Anscheinend geht das öffentliche Interesse an den Kapitalmärkten kontinuierlich zurück. Und die Hedge-Fonds sind in Europa so gut wie unbekannt. Bestenfalls befinden sie sich in den zu Europa gehörigen Steueroasen.

Ich warf einen Blick in die Datenbanken mit der Performance der Hedge-Fonds.

Ein Beispiel finden Sie unter

http://www.hedgefundintelligence.com/EuroHedge

Die Ergebnisse der Hedgefonds sind in Segmente aufgeteilt und sie sind ernüchternd

Seit Jahresbeginn liegt die Perfo zwischen -0,45 und 3%. Die Letztere ist im Segment Equity Europe erreicht worden. Alle anderen waren meist schlechter, die Managed Futures haben dabei am schlechtesten abgeschnitten, fast schon traditionell.

Der Median lag bei 1,5% seit Jahresanfang.

Diese Zahlen vermitteln eine nüchterne Realität. Zwischen 10-25% p. a. sind auf Dauer zwar kaum möglich,  dürfen aber durchaus als Ziel gelten.

Die Hedge-Fons sind reif geworden. Keine 60%. Ja, ich höre schon die Einwände. Und die 700% in fünf Jahren mit Amazon, und BMW und Biotech-Aktien?
Alles richtig. Mit gezielten Investments kann man immer temporär viel mehr Geld verdienen. Das wesentliche an Hedgefonds ist jedoch die Tatsache, dass diese in allen Marktlagen, in allen Zeiten Rendite erwirtschaften sollen. Und das scheint viel schwieriger, als mancher Daytrader zu glauben vermag.

Zu ähnlichen Ergebnissen bin ich längst selber gekommen. Sobald ich die Latte höher setzte, war es nur die Frage der Zeit und das Portfolio lag wieder im Minus.

Erst wenn ich mit meinem aus Aktien und Optionen kombinierten Depot  als Jahresziel von 15-20 % setzte, war ich länger erfolgreich.

Interessant ist dabei zusätzlich die Erkenntnis, dass es eigentlich gar nicht auf das Regelwerk ankommt. Egal ob ich Optionen kaufte oder als Stillhalter unterwegs war, ob ich mit CfDs oder Aktien handelte, der Ertrag schien stets nur vom Moneymanagement und Risikomanagement abzuhängen.

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