Kurzbericht – Fonds und der Mehrwert der Fondsvermittlung

Immer wieder befasse ich mich mit dem Thema Investmentfonds. Nach langer Pause fließt inzwischen wieder viel mehr Geld in die in Deutschland verwalteten Investmentfonds, vielleicht ein wenig zu spät. Das in Aktienfonds verwaltete Vermögen ist seit 2011 von 23 auf über 268 Mrd. Euro gestiegen. Bei Mischfonds ist der Zuwachs noch dynamischer.

Quelle: Bundesverband Investment und Asset Management e. V.

http://www.bvi.de/fileadmin/user_upload/Statistik/Pressefassung1402.pdf

Jedenfalls hat das Thema meine Aufmerksamkeit verdient. Im Übrigen stagniert die Anzahl direkter Aktionäre in Deutschland seit Jahren bei ca. 4. Millionen.

Ich verfolge regelmäßig die Performance der großen Aktienfonds. Diese gibt einen Aufschluss auf die allgemeinen Börsentrends, oft lange bevor es die breite Masse und die Medien wahrnehmen. Anders als bei den Hedgefonds gibt es viele Listen mit den Performancezahlen der Investmentfonds, die öffentlich zugänglich sind.

Ich schaue meistens auf die Daten unter fondsweb.de.

Anscheinend liegen heute Fonds mit türkischen Aktien ganz vorne, wenn man die 1-Monatsperformance betrachtet. Aus Sicht von 3 Monaten sind es immer noch die Edelmetalle, zu meinem Erstaunen. Beim längeren Zeithorizont überwiegt eine Mischung z. B. aus pakistanischen Aktien, asiatischen Solarwerten und anderen Exoten. Wir sahen es oft in den vergangenen Jahren. Einmal war es Griechenland, dann die peruanischen Aktien und Afrika-Fonds. Die Blue Chips fehlen, welch ein Wunder. Die in Deutschland agierenden Fondsmanager sind sehr aufmerksam auf kurzfristige Erholungsphasen weltweit.

Die Gewinner der letzten Jahre – Biotechnologie-Aktien liegen weit abgeschlagen. Mein Liebling DWS Biotech kostet 108 und noch vor ein paar Wochen waren es 140 Euro. Ein Schnäppchen! Ich wüsste nicht, warum diese Branche jetzt unattraktiver als noch vor einem halben Jahr sein sollte. Pharma-Forschung ist kostenintensiv und riskant, daran hat sich nichts geändert. Der große Trend zeigt definitiv nach oben.

Die bemerkenswerte Performance der besten Investmentfonds sollte nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die meisten von Ihnen eher schlechter bis viel schlechter als der gesamte Markt abschneiden. Wir sehen in den zitierten Listen nur die Spitze und nicht die vielen tausend andere.

Die Investmentfonds sind keine Hedgefonds, sie müssen stets mit einem gewissen Anteil investiert sein. Es kommt bei ihnen auf die Auswahl der Aktien an, auf den ersten Blick zumindest. Eigentlich spielt es eine untergeordnete Rolle, da die Aktien stark korrelieren und mit dem Gesamtmarkt schwingen. Man kann sicherlich unter den einzelnen Werten Antikorrelationen finden. Wenn der Gesamtmarkt fällt, dann sind in der Regel alle Aktien betroffen.

Neben dieser Performanceeinschränkung gibt es zwei weitere Probleme beim Investment in Aktienfonds.

Investmentfonds sind teuer!

Einmal ist der Ausgabeaufschlag, der oft bei 5% liegt. Er macht die meisten Fonds relativ unattraktiv in einem fast zinslosen Umfeld.

Nicht selten wird auch eine so. Performance-Fee verlangt. Schauen wir uns ein Beispiel von Fondsweb.de an.

http://www.fondsweb.de/LU0405846410-LUXEMBOURG-SELECTION-FUND-Asian-Solar-und-Wind-Fund-A1

Ein UBS-Fonds auf asiatische Solarwerte

Ausgabeaufschlag 5%

Managementgebühr 0,9%

Beratergebühr 1%

Performance Fee 10%

Laufende Kosten, was auch immer das sein soll, 2,35%

Und die Performance seit Jahresbeginn liegt bei -10%.

Für mich ein NoGo.

Ein weiteres Problem ist die Vielzahl der Produkte sowie ihre Verbindungen mit den Depotbanken. Zum Teil gehören die Kapitalanlagegesellschaften den Banken, meist arbeiten sie eng zusammen.

 

Der Bedarf, bei der Fondsauswahl zu helfen, wurde anscheinend längst erkannt und so ist in den letzten 20 Jahren eine neue Finanzdienstleistung entstanden – Fondsvermittlung.

Es handelt sich dabei um Dienstleister, die zahlreiche Fonds (auch geschlossene) vermitteln und zusätzlich auch die Depotstelle. Sie arbeiten also mit den Depotbanken zusammen und agieren als Vermögensverwalter. Ich habe mir einen etablierten Vermittler
http://www.fondsvermittlung24.de

genauer angeschaut.

Bei diesem Vermittler wird bei fast allen Investmentfonds eine Bonifikation in Höhe von 100% gewährt. Fondsvermittung24 arbeitet mit 5 Depotbanken zusammen, bei denen die Fondsanteile angelegt werden können. Der Vermittler lebt von der Bestandsprovision – einem Teil der Verwaltungsgebühr, die der Kunde jährlich zahlt. In der Regel liegt sie bei ca. 1,5% p. a.

Die Seite wirkt professionell, sachlich und kundenfreundlich, ganz im Still Social Banking. Ich hätte mir mehr Marktinformationen gewünscht. Ich weiß, ein Portal mit den Börsendaten ist teuer, aber hier wäre es genau richtig. Wenn ich die Fondsdaten einsehen will, muss ich eine E-Mail an die Firma schreiben. Besser wäre, ich sehe auch die aktuellen Preise mit und ohne Ausgabeaufschlag direkt auf der Seite.

Fazit – was bringt mir die Fondsvermittlung?

Gegenüber den anderen Vermittlern hat http://www.fondsvermittlung24.de zwei Vorteile. Die Bonifikation gilt für fast alle Investmentfonds, anders als bei anderen Vermittlern, die zwar mit 100% werben, aber dann diverse Ausnahmen anhängen. So ganz transparent ist die Dienstleistung also doch nicht.

Zweitens werden dort günstige Depotkonditionen zwischen der Bank und dem Kunden vermittelt und sehr transparent auf der Webseite beschrieben. Viele geschlossene Fonds werden ebenfalls sehr günstig angeboten. Das ist aber nicht das Thema dieses Beitrages.

Für mich stellt sich dennoch die Frage, ob ich die Fonds überhaupt über die Fondsgesellschaft kaufen muss. Bei einem Sparplan ist das sicherlich die sinnvolle Variante. Aber wenn ich lediglich einen größeren Betrag als einmalige Anlage investieren will, dann bietet sich die Börse, als die geeignete Plattform an. In dem Falle zahlt man einmal die Orderprovision, die meistens viel günstiger als der Ausgabeaufschlag ist. Für mich ist auch die Kontrolle über dem Preis wichtig. Da Investmentfonds in den Aktienmarkt investieren, haben eine gewisse Volatilität. Sie mag etwas niedriger als die des Gesamtmarktes sein, es kommt dennoch auf den Transaktionszeitpunkt an.

Zum Beispiel beim DWS Deutschland Strategie-Fonds beträgt die Volatilität (1 Jahr) 12%. An einem Tag kann der Fonds mit 70%iger Wahrscheinlichkeit um max. 1% schwanken. Anhand dieser sehr konservativen Abschätzung sehen wir, dass ein Teil der Bonifikation verloren gehen kann, wenn wir nicht heute sondern über die Gesellschaft den Fonds verkaufen.

Beim regelmäßigem Anlegen lohnt es sich auf jeden Fall, einen Vermittler zu aktivieren.

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