Die Strategie für die kommende Woche heißt Geduld

Es ist die typische Situation, in welche man dazu neigt, ungeduldig zu werden. Der DAX pendelt seit Wochen zwischen 9200 und 9700 und macht viele Trader nervös. Sind das die Vorboten des großen Kurssturzes oder eine „gesunde Konsolidierung“, auf welche der finale Angriff auf 10.000 folgen wird.

Die Meinungen in meinem virtuellen Bekanntenkreis wechseln ebenfalls. Dabei vergessen viele, dass die Kursentwicklung in den nächsten Wochen steht per heute gar nicht fest. Sie hängt eben von der Reaktion der potenziellen Aktienkäufer und –verkäufer auf die Ereignisse und Meinungen ab. Und natürlich von deren Geduld.

Die Situation erinnert mich an ein böses Spiel, das einige Jugendliche schon berühmt gemacht hat, sogar bis in die Ewigkeit. Zuerst ein Hinweis an alle – Nicht nachahmen!!!

Zwei Menschen stehen auf dem Gleis und sehen den nahenden Zug. Wer zuerst die Gleise verlässt, hat verloren.

Ähnlich sieht es im Moment für mich an der Börse aus.

Ob die Kurse unter- oder überbewertet sind, wird meist viel später klar. Es ist zwar offensichtlich, dass die Nachrichten aus der Wirtschaft die Börsianer nicht in eine Euphorie versetzen und sie halten sie vom Kauf eher ab. Es ist auch naheliegend zu behaupten, dass sich das große Geld eher vom Aktienmarkt verabschiedet. Andererseits muss das billige Geld irgendwo hin geparkt werden. Die Banken wollen und dürfen nicht weitere Liquidität aufnehmen, weil sie aufgrund der regulatorischen Vorgaben sehr vorsichtig beim Aufbau der Aktivseite sein müssen. Risikoaktiva müssen mit Eigenkapital unterlegt werden. Deshalb gibt es immer weniger Interesse am Einlagengeschäft.

Zwangsläufig wird das Geld in die Aktienmärkte fließen. Eine starke Korrektur wird schon seit Jahren als gute Kaufgelegenheit gesehen. Es fehlt an neuen negativen Impulsen.

Ich habe zuletzt geschrieben, dass der Mai statistisch gesehen eher zum Verkauf animiert.

Für die Korrektur spricht im Moment auch die anziehende implizite Volatilität. Und nicht zuletzt die Chart-Konstellation. Steigende Dreiecke, wie man im Bild unten sieht, werden gerne als positive Ausbruchformation in der Literatur beschrieben. Und sie bleiben hartnäckig ein Kontraindikator.

Positiv stimmt mich dagegen das Put/Call – Ratio. Die Darstellung unten

http://www.zertifikate.boerse-frankfurt.de/aktuelles/marktuebersicht

ist zwar nicht repräsentativ, zeigt aber den Trend. Es liegt ein deutlicher Call-Überhang – ein klares Zeichen, dass der kurzfristige Abwärtstrend sich dem Ende neigt.

Fazit für die nächste Woche.

Ich rechne mit einem Ausbruch nach unten, auf welchen eine Erholung bis auf 9800 bis zum 16.06 folgen wird.

Chart m. f. G. www.tradesignalonline.com

Chart

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