Vacation Trades – auf den Crash im Schlaf wetten

Der August wird heiß. Sowohl wettermäßig als auch an der Börse. Man muss sich nichts vormachen. Es herrschen Kriege, in welchem die Parteien nicht berechenbar sind. Das Unglück in der Ukraine mag grausam sein, hier handelt es sich um Kontrahenten, die wahrscheinlich sich selbst nicht in die Luft sprengen werden und die auf einen Paten in Moskau hören. Hingegen ist die Lage im Nahen Osten für mich schon seit Monaten ein potenzieller Krisenherd schlechthin. Unklar, wie lange die anderen Nachbarn Israels nur zuschauen werden. Wie lange werden die Hamas finanziell unterstützt ( von wem ? ) und mit Waffen beliefert. Es ist unfassbar, dass der Palästina-Konflikt mich schon seit der Kindheit in den Medien begleitet. Nach dem 2. Weltkrieg haben die Siegermächte einen großen Fehler begangen. Sie vergaßen einfach neben dem jüdischen einen arabischen Staat in Palästina zu bewilligen. Und das rächt sich dauernd…

Ich finde, dass beide Seite das Problem unlösbar gemacht haben. Beide Seiten wollen zwar den Frieden aber auch keinen Millimeter von ihrer Position abrücken.

Schade um die Menschen in Gaza, die jetzt noch weniger als nichts haben. Schade um die 16-jährigen Soldaten in Israel. Angeheizt wird der gegenseitige Hass durch das Öl, das die Medienpropaganda ins Feuer gießt.

Ich habe immer gerne den Nahen Osten besucht – Ägypten, Israel, Dubai, Jordanien. Ich fand dort lebensfrohe Menschen, schloss Bekanntschaften. 20% der Bewohner Israels sind Araber. Irgendwie klappt es trotzdem zusammen. Warum man sich im 21. Jahrhundert abschlachten muss, kann ich nicht begreifen. Wir wollen doch das Weltall erobern, oder? Um dort weiter unsere Konflikte auszutragen oder die Umwelt zerstören???

Wie dem auch sei, das Ende ist nicht absehbar, und es gibt keinen Grund, auf eine Wende an der Börse zu wetten. Denn diese kann erst dann kommen, wenn klar ist, dass der Krieg einen Sieger hervorbringen kann. Wie damals 2003, als der Irakkrieg ausbrach, ging eine lange Baisse zu Ende. Mit dem Beginn der Kampfhandlungen begann ein Aufschwung an den Börsen.

Nein, im Moment werden die Märkte durch Unsicherheit geprägt. Der DAX wird fallen. Zuerst unter die Fibonacci-Korrektur-Niveaus. Darunter, sprich unterhalb 9331 geht es schnell auf 8800, s. Chart.

Aufgrund der Urlaubszeit bietet sich an, keine Shortpositionen einzugehen. Ich selber tendiere zu Strangles. Es handelt sich um einen gleichzeitigen Kauf von Put und Call mit gleicher Laufzeit und unterschiedlichen Strikes. Mein beliebtes Vorgehen besteht darin, günstige Optionen aus dem Geld zu kaufen und dann auf eine starke Bewegung zu warten. Tritt diese ein, dann verkaufe ich eine Option gleichen Typs weiter aus dem Geld. Im Idealfall hole ich dabei die gesamte Prämie zurück und lasse ein Potenzial in beide Richtungen. Im schlimmsten Falle – der DAX bewegt sich von nun an nicht von der Stelle, verliere ich die Prämie, die allerdings überschaubar ist und in der Regel bei 100-150 pro Kontrakt-Paar beträgt.

In sich ist diese Strategie selten zum Scheitern verurteilt. Ich sage es bewusst als überzeugter Stillhalter. Ich verkaufe lieber Optionen meistens auf Aktien. Bei Indexoptionen drehe ich gerne den Spieß um und kaufe Optionen. DAX-Optionen bleiben lange teuer und verlieren bis kurz vor dem Verfall kaum am Zeitwert. Lebt die Option noch einige Wochen, passiert mit Sicherheit eine größere Kursbewegung, die den Wert des Strangles steigert. Mein Erfahrung hat es bisher immer bestätigt.

Der Indexoptionen-Markt ist viel liquider als der für Aktien. Bei Letzteren beschränke ich mich deshalb auf den Verkauf von Optionen und warte geduldig, bis der Tod der Optionen eintritt. Und ich trade fast immer Spreads. Es bringt weniger Einnahmen aber auch ruhige Nächte.

 

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

Chart

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