Lahmender DAX und gewinnbringende Stillhaltergeschäfte

Seit Oktober 2013 befindet sich der DAX in einem Seitwärtskorridor, s. Chart. Und er sieht nicht aus, dass er diesen bald verlassen wird. Man hat sich daran inzwischen gewöhnt. Unabhängig von allen politischen und wirtschaftlichen Nachrichten passiert einfach nichts. Ende der Welt hin und her, am Ende scheint nur zu zählen, dass es keine Alternativen gibt und die Besitzer von Aktienbeständen keinen Grund sehen, in die Anlagen mit negativen Zinsen zu wechseln. So kommt der Verkauf immer unterhalb von 9100 zum Erliegen und dann geht es von vorne los.

Stört es uns? Müssen wir es überhaupt erklären können?

Sicherlich haben sich viele Händler auf dieses reproduzierbare Verhalten eingestellt. Sie kaufen zum Beispiel jetzt und sobald auch andere es tun, wird zum Verkauf getrommelt. Danach kracht es kurz, unter welchem Vorwand auch immer und es beruhigt sich wieder.

Ein solches Perpetuum-Mobile wird es nicht immer geben. Irgendwann werden die Ausschläge immer größer und spätestens sobald die Marken verlassen worden sind, könnte es in eine Richtung weiter gehen.

Ein weiterer Weichensteller ist das kommende Jahresende. Wie alle Jahre wieder, wird in den kommenden Wochen nicht gerne verkauft. Man müsse die Performance zeigen.

Ja, was noch…? Ausgefallene Dividenden sind auch ein potenzieller Auslöser einer Baisse.

Ich bleibe bei der häufig geäußerten Meinung, dass der beste Trigger für einen Crash politische Instabilitäten sind. Und diese bleiben zurzeit aus. ISIS wird gebombt, was natürlich nur zur weiteren Zerstörung führen wird. Denn solange Geldströme fließen, deutsche Waffen gekauft werden und die Mehrheit der Muslime in den betroffenen Ländern mit der Flucht nach Deutschland jedoch nicht mit einer klaren Verurteilung des Terrors reagiert, kommt es in den Regionen nicht zu Ruhe.

Diese Unruhe scheint einen lokalen Charakter zu haben und bedroht deshalb nicht die weltweiten Börsen.

Also weiter aufwärts?

Nun, die 200-Linie liefert zurzeit keine Indizien, der MACD zeigt nach oben und die Volatilität fällt.

Ich habe keine Ahnung, aber man kann auch vom aktuellen Zustand profitieren.

Mein Zertifikat unter Wikifolio dümpelt seit ein paar Tagen vor sich hin, was auch nicht schlimm ist, denn es spiegelt letzten Endes die Dynamik an den Börsen wider. Und diese lähmt etwas.

Dafür aber laufen meine Stillhaltergeschäfte wieder blendend. Mit kaum Risiko, da die Positionen durch langlaufenden Optionen abgesichert sind. Zu den Gewinnern dieser Stillhalterphase gehören in meinem Depot: Lufthansa, Deutsche Post, Deutsche Bank und Eon. Denn ausgerechnet diese Aktien bleiben quasi auf der Strecke mit leicht steigender Tendenz. Mit verkauften Puts ist man dann auf der Sonnenseite. Nun, Glück muss man an der Börse auch haben. Ist es nicht eines der der „G“ von A. Kostolany?

 

Chart m.. f. G. www.tradesignalonline.com

Chart

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