DAX bei 9300 und der schwierige Markt in der Baisse

Und immer das gleiche Spiel. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es ist allen klar, dass die aktuelle Krise größere Ausmaße annehmen könnte, al s es den meisten von uns recht ist. Denn es geschieht zurzeit so etwas wie der D day. Eine unruhige krisenhafte Zeit mit ungewissem Ausgang. Keiner weiß, was die Chinesen über Nacht tun werden, aber alle wissen, dass die Horde europäischer Händler gleich am Morgen ihre Markteinschätzung anpasst, ohne überhaupt eine Sekunde nachzudenken. So wie einst in Bezug auf US-amerikanische Börsen.

Aber jetzt lassen Sie mich einen neutralen Blick auf die Charts werfen. Alle die mich kennen, wissen, dass meine „Charttechnik“ eine Mischung aus der früher so beliebten Chartanalyse, den eigenen Erfahrungen mit der Psychologie und dem gesunden Menschenverstand ist.

Was fällt Ihnen im Chart, s. unten auf? Naja, es wird eng.

Die im August gestartete kleine Rally bei 9300 korrigierte inzwischen mehr als die Fibonacci-Theorie es erlaubt. Demnach ist der Weg auf 9300 frei. Es gibt noch einen Hoffnungsschimmer in Bezug auf seit Oktober 2014 laufende Rally, die ja bei 8300 begann. Die Maximalkorrektur dieser Welle liegt bei 9882. Morgen entscheidet sich also vieles.

Im Chart habe ich zwei rote Linien aufgemalt. Diese könnten fallende Dreiecke andeuten. Diese wiederum sind ein Zeichen für einen bevorstehenden Ausbruch. Vielleicht wird dieser nach oben erfolgen.

Sollte die 9300 fallen, dann sehe ich die nächste Unterstützung bei 9000. Mit heftigen Schwankungen dürfte der Index um dieses Niveau vorerst pendeln.

Andererseits ist noch einiges nach unten drinnen. Die von mir überwachte 3-Tages –Schwankung erreichte die Marke von 6%, was keineswegs viel ist. Auch wenn morgen der DAX zum Schluss bei 9000 steht, wird dies noch nicht der Weltuntergang, sondern eine durchaus typische wenn auch seltene Kursentwicklung. Am 24.082015 und am 8.8.2011 sah es genauso schlecht aus.

Der Markt mag ja überverkauft sein, ein Zeichen für eine Zwischenrally könnte ich bestenfalls im Put-Call Verhältnis erkennen. Dieses scheint in Richtung Anstieg zu wenden.

http://www.zertifikate.boerse-frankfurt.de/aktuelles/marktuebersicht#page=1_20

Die meisten EUREX-Put-Positionen sind eher in 500 Schritten verteilt:                 9500, 9000, 8500 8000.

Mit anderen Worten, ich weiß nichts.

Zu traden ist dieser Markt schwer. Auf heftige Stürze meist in Gaps folgen oft schnelle Erholungen. Diese sind stets die beste Möglichkeit, günstige Verkaufsoptionen zu kaufen.

Die Puts in meinem Portfolio habe ich in Februar gerollt, nahm dabei sogar mehr Prämie auf. Die Positionen sind mit doppelter Anzahl Januar 9000 Puts abgesichert. Das soll auf jeden Fall vor dem Crash in der kommenden Woche schützen. Eine Lösung ist das nicht, denn die Januar-Puts laufen am Freitag aus. Ich werde im Laufe der Woche bei weiter fallenden Kursen, nach Gelegenheiten suchen, Puts zu kaufen. Schwierig, aber so ist das Leben des Optionshändlers, der ja nicht viel Kapital und Zeit investieren will. Ich weiß nur eines, eines Tages wird sich das Spiel beruhigen und ich möchte zu dieser Zeit im Spiel sein.

Chart m. f. G. www.tradesignalonline.com

Chart

 

 

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