The big short (volatility) summer rally 2016

Eine Übersetzung habe ich mir erspart. Der Titel fasst meine Einschätzung zusammen.

Der DAX befindet sich in einer recht schwer einzuschätzenden Lage vor Beginn des Sommers 2016. Eine starke Unterstützung bei 9800, 9400 und 900 sowie der Widerstand bei 10500 halten den Index in einem Seitwärtskanal. Die 200-Tage-Linie ist wieder von unten nach oben durchhandelt worden.

Mittlerweile würde ich die untere Begrenzung des Gaps vom 25.05 bei 10080 als eine neue Unterstützung definieren.

Unentschlossenheit ist jedoch ein guter positiver Indikator. Noch besser ist es, wenn große Investoren und Spekulanten auf fallende Preise setzen. Das tun zurzeit viele. Schon der Blick auf die Statistiken der EUREX zeigt, dass die meisten offenen Positionen in DAX-Optionen bei 7000 für die Verkaufsoptionen und bei 10400 für die Calls liegen. Genauso skeptisch stimmt die Analyse der open interests von VSTOXX Optionen. Der Basiswert ist der VSTOXX  ein Future, mit welchem wir auf die Volatilität des Euro STOXX wetten können

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=2409106&productId=14552&viewType=3&busDate=20160526

Diese Optionen werden erstaunlicherweise rege gehandelt. Ich zweifelte es vor Jahren…

Die meisten offenen Call-Positionen liegen bei 30 und darüber, während der VSTOXX bei 20 tendiert. Die Händler rechnen also mit einem erheblichen Anstieg der impliziten Volatilität bis Juli.

Die Märkte müssen demnach steigen, oder doch nicht. Heißt es nicht, das große Geld bestimmt die Kursrichtung? Wenn jedoch alle bereits verkauft haben, wer wird für das große Angebot sorgen, welches die Crash auslöst?

Fragen über Fragen

Lawrence G. McMillan rätselt auch inzwischen jede Woche aufs Neue. Vor ein paar Tagen legte er in einer ausführlichen Analyse dar, wie die großen Spekulanten mit Derivaten auf die US-Volatilitätsindizes spekulierten. Offensichtlich wurde zwischen 2004-2008 massiv auf den Rückgang der Vola (VIX & Co) gesetzt. Jetzt aber sei die Zeit für eine Wende reif.

http://www.optionstrategist.com/blog/2016/05/big-volatility-short-short-volatility-trade-retail

Lieber und von mir geschätzter Herr McMillan – ich glaube nicht an einen baldigen Abwärtsgang im S&P und den Anstieg der Volatilität. Beides wird frühestens im Herbst auftreten. Bis dato werde ich fröhlich auf den noch stärkeren Rückgang der Volatilität wetten und mich über die Sommerrally freuen. Wir wissen aus 2007 – eine extrem laue Börsenphase kann sehr lange dauern und den Stillhaltern hohe Einnahmen bescheren.

Der Sommer wird also für die Börsianer sehr groß, wie im Gedicht von Rilke. Wird der Herbst heiß.

Aufgrund der bevorstehenden Zinserhöhung ist … nichts zu erwarten. Es ist verrückt, alle freuen sich über diesen angeblichen nächsten Zinsschritt. War das nicht früher ein Grund zum Ausverkauf?

Und noch eines – glaubt nicht an eine Rally im Gold. Wenn dann würde ich eher auf den Anstieg des Brent. Inzwischen habe ich sogar in meinem Wikifolio einige „Exoten“ eingefügt.

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