Deutsche Bank – wie geht es weiter – reden wir darüber – Kursziel 14

Die letzten Tage waren ein gutes Beispiel des Herdentriebs. Diverse Modelle befassen sich mit Autokorrelationen in den Märkten. Sogenannte Agentenmodelle insbesondere das Minderheitenspiel „Minority Game“ haben in diesen Tagen eine solide empirische Grundlage erhalten.

Glaubt wirklich jemand, dass der deutsche Staat eine Pleite der Deutschen Bank zulässt, und dazu noch aufgrund des Frontalangriffs der USA? Wie naiv muss man denn sein! Das Institut ist auch in dem schwierigen Niedrigzinsumfeld in der Lage, Geld zu verdienen. Es hat gut ausgebildete und immer noch motivierte Menschen. Ja es sind die Altlasten und vor allem sind es die Gelüste der Spekulanten, heißt es neuerdings.

Der Rutsch unter 10 war nur eine Frage der Tage. Runde Zahlen ziehen an, dafür gibt es genug wissenschaftliche Belege. Es war eine gute Kaufgelegenheit.

Bitte nicht falsch verstehen, ich animiere nicht zum Kauf, selbst habe ich jede offene DBK Position mehrfach abgesichert. Ich übe eine Art Selbstkritik. Ich musste dennoch schmunzeln. Alle waren sich einig, „Finder weg“ vom fallenden Messer. Selbstgenannte Experten aus den Foren, die vor allem Optionsseminare verkaufen können, riten. vom Kauf einer „Pleite – Aktie“ ab. Die Mehrheit war sich einig, und die Mehrheit verliert bekanntlich in den Märkten.

Ja, die Aktie wird noch viele Turbulenzen durchlaufen. Zuerst jedoch kommt es zur Euphorie in der kommenden Woche. Alle werden sich stürzen, wieder mal kollektiv.

Ich schaute mir die EUREX-Zahlen an, die ja oft eine Aussage über die Erwartungen der Mehrheit liefern. In Bezug auf die open Interests muss die Mehrheit nicht zwangsläufig falsch liegen.

Zuerst die Verkaufsoptionen.

Die meisten offenen Put-Kontrakte liegen beim Strike 10.000 und halb so wenig bei 9.000 aber auch bei 11.000. Das erklärt, weshalb der Kurs heute nicht unter 10 blieb. Die Marke 10 Euro wird noch lange wie ein Magnet wirken.

http://www.eurexchange.com/exchange-en/products/equ/opt/33368!quotesSingleViewOption?callPut=Put&maturityDate=201610

 

Übrigens gegenüber der letzten Woche sind doppelt so viele Kontrakte bei 10 plaatziert.

Die Call- Seite ist wesentlich interessanter.

http://www.eurexchange.com/exchange-en/products/equ/opt/Deutsche-Bank/33368

Hier dominiert die Marke 14 als Basispreis unter den offenen Positionen.

Damit rechnet anscheinend das große Geld. Mal sehen, ob es Recht behält.

Ich habe jedenfalls keinen der offenen Puts auf der Shortseite glatt gestellt, muss aber zu geben, ich habe mich vielfach mit Dezember-Puts abgesichert.

Die Implizite Volatilität beträgt für Oktoberkontrakte 70% bei den Serien am Geld und 85% für Puts aus dem Geld.

Charttechnisch ist zuerst die Lücke knapp unter 13 zu erreichen.

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

chart

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