Mitten in Jahresendrally 2016 – bahnt sich hier Unheil an?

Ein regelmäßiger Blick auf Märkte ist Pflicht für jeden, der überschüssiges Geld hat. Und das sind nun viele. Ich hatte als Student bereits in Aktien und Anleihen erfolgreich investiert, ohne zu wissen, was beides bedeutet, geschweige, dass man damit auch Geld verlieren kann. Der naive und dennoch gesunde Optimismus fehlt heute.

Ich muss mich totlachen, wenn Bekannte und Arbeitskollegen so abwertend und weltfremd über die Börse reden, als würde es sich um einen Kasinobesuch handeln. Dazu werden Argumente genannt, wie „Mir bleibt nichts übrig“. Hallo, wenn Du 4000 nach Hause bringst und 2000 fixe Kosten hast, dann bleibt Dir genug übrig, es denn, Du musst alle drei Monate auf die Kanaren und besitzt eine Villa am Starnberger See mit Blick auf das Domizil von Helene Fischer. Nebenbei finanzierst Du zwei Eigentumswohnungen in Frankfurt, die jedoch zurzeit nicht vermietet sind.

In jedem anderen Fall, wissen wir, dass Du Dein Geld zu Nullzinsen hältst und tatsächlich bestenfalls über den Kauf einer (weiteren) Immobilie nachdenkst, willst dann trotzdem auf die bevorstehende Erbschaft warten.

Sie wissen, dass es 1,6 Millionen Millionäre in Deutschland gibt (Quelle Statista)?

Zurück zu der Sonntagspflicht. Der DAX folgt dem US-Markt. Diese haussiert nach der Wahl Trumps. Vieles spricht für die Fortsetzung der Rally, zu viel… Denn das Unheil kommt meistens unerwartet und überrascht uns mitten im Einkaufsrausch. Noch deutet nicht viel darauf hin. OK, es gibt da etwas mit Italien, ansonsten?

Ich wollte mich eigentlich die letzten Reserven verschießen und so die Weihnachtsgeschenke verdienen und nun?

 

Der erste Blick gilt stets der EUREX der Deutschen Terminbörse. Dort werden Positionen aufgebaut, die in der Zukunft verfallen und ich habe somit eine Vorahnung , was das große Kapital tut.

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?viewType=3&productGroupId=826&productId=17254&cp=&month=&year=&busDate=20161125

Denn kann auch das große Geld die Kurse nicht vorhersagen, aber die Open Interest können durchaus sagen, ab wann die Großinvestoren nervös werden.

Erstens jedoch fällt auf, dass das Put-Call Verhältnis umgedreht hat und nun immer größer wird. Trotz positiver Kursentwicklung werden immer mehr Verkaufsoptionen gehandelt. Das ist ein klarer Hinweis auf kommende Korrektur. Die Dezember OI für Puts und Calls sehen Sie darunter. Das Maximum wird anscheinend bei 11.000 und das Minimum entweder bei 9000 oder 10000 erwartet.

Hier das OI für Puts

screenshot_20161127_163623_put

Breit aufgefächert, da viele Positionen wurden im Laufe des Jahres eröffnet.

Und hier die Calls

screenshot_20161127_163812_call

 

 

Diese Zahlen sind etwas verfälsch, denn sie sind im Laufe des gesamten Jahres entstanden. Hingegen sprechen die OI vom Januar und März eher für eine Korrektur. Das Maximum wird kaum über 11.000 und das Minimum bei 9.000 oder auch darunter geschätzt.Es gibt auch viele Kontrakte bei 7000.

Es herrscht also eine große Zurückhaltung.

Aussagekräftig wird die Auswertung einzelner Aktien. Ich beobachte natürlich die Deutsche Bank. Dort werden zurzeit sechsmal so viele Puts denn Calls gehandelt. Die Trump-Euphorie scheint verfolgen

Nicht zu vergessen, es kommen auch immer mehr Quartalszahlen.

http://www.finanzen.net/termine/unternehmen/

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