Märkte 2017 – lethargisches Warten auf das Ereignis. Bringen Konflikte die Befreiung?

Die Börsianer erinnern mich inzwischen an eine Hotelbar kurz nach 22:00 Uhr. Man kommt herein und hat gleich das Gefühl, die anderen würden sich kennen und hier seit langem verweilen. Und ich habe stets den Eindruck, dass die meisten Barbesucher auf etwas Ungewöhnliches warten. Etwas muss doch passieren, verdammt noch mal.

Seit November steigen die Aktienindizes und niemand will es, und schon gar nicht in Europa. Ein kleiner Hoffnungsträger der Skeptiker war der Börsengang der Snap Chat. Alle schauten genüsslich zu, als der Aktienkurs unter den Ausgabepreis gefallen ist.

Ich sage Euch – es ist nur das Wunschdenken! Diese Aktie wird sich vervielfachen in den nächsten Jahren. Wie fast jeder NASDAQ – Wert. Zuletzt 2013 als alle über Facebook spotteten, schreib ich über glorreiche Zukunft dieser Aktie. Und heute? Seit diesem Blogbeitrag hat sich der Kurs versechsfacht. Ich habe leider nur etwas davon mitgenommen, wie oft schon…

Die Rally geht weiter, obwohl ich am Sonntag zumindest Anzeichen einer Korrektur sah. Ja, die Märkte haben etwas nachgegeben, aber das war es schon wieder.

Immer wenn ich mir unsicher bin, schaue ich in die Portale der „renommierten“  Analysten, die z. B. unter deriavtecheck.de zusammengefasst sind. Man muss dann einfach auf das Gegenteil der Mehrheitsmeinung setzten.

http://www.derivatecheck.de/artikel/analysen-Indices-2683488.html

Wenn also wie oben vom „deutlichen Rückzieher“ , der noch nicht „vom Tisch“ sei, dann nichts wie kaufen.

Warum zum Teufel sollte man es nicht tun? Heute Adidas, diverse Banken morgen Technologie, sogar die Deutsche Bank hat eine Dividende angekündigt.

Was mich auch immer wieder erstaunt, ist die Unfähigkeit zu erkennen, dass man die Kurse nicht anhand der Charts vorhersagen kann. Die Botschaft der Charts kommt bei allen Händlern an, deren Reaktion kann jedoch sehr unterschiedlich ausfallen. Die Märkte sind halt wie Soros sagt „selbstreflektierend“. Der letzte gehandelte Preis ist das Produkt des Angebot-Nachfrage-Verhältnisses und der Reaktion der Händler auf die Preishistorie.

Aber die Hoffnung auf das Ereignis stirbt zuletzt. Es gibt so viele Konflikte, die eskalieren könnten die Gemütlichkeit an der Börse ins Wanken bringen. Ob Nordkorea oder Deutschland- Türkei, oder die Ukraine. Sie alle haben eine Macke. Sie betreffen die USA nicht unmittelbar. Und dort spielt die Musik für weltweite Börsen.

Und eine weitere Eigenschaft dieser Rally macht Freude. Für einen Optionsverkäufer, der ich nun mal bin ist der Tanz des DAXes um die 12.000 Marke, wie von mir vor Wochen angekündigt, eine reines Vergnügen. Ich handle fast gar nicht und schaue nur zu, wie das Depot immer mehr wert wird.

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