DAX im Dezember 2017 – es spricht wenig gegen die Fortsetzung des Aufwärtstrends und die Vola-Falle

Die Zielmarken im DAX am nächsten Freitag kristallisieren sich langsam heraus. Der große Verfall wird zwar für etwas mehr Schwankungen sorgen, ein Sprung der Volatilität wird nicht ausgelöst. Und die Tage nach dem Verfall und anschließend zwischen den Jahren sind traditionell gute Börsentage. Da sollten wir uns nichts vormachen. Die Märkte scheinen einen neuen Schwung zu nehmen.

Der DAX erholte sich infolge des Short-Squezzes schnell und blieb bei der sog. maximalen Fibbonacci –Korrektur stehen. Offensichtlich waren viele Leeverkäufer auf falschem Fuß erwischt worden.  Der DAX eröffnete am letzten Freitag mit einem Gap, was zusätzlich als positiver Indikator zu bewerten ist. Sollte der Index weiter steigen, dann sind Kurse um 13500 wieder möglich.

Ich rechne jedoch nicht mit einem solchen schnellen Anstieg bis zum großen Verfall. Die Lage an der EUREX spricht für Schlusskurse der DAX zwischen 13.000-13.300. Die meisten offenen Call-Positionen liegen bei 13.000, es sind einige mehr bei 13300 und 13400 hinzugekommen. Auf der Putseite rechnen die meisten anscheinend ebenso mit Notierungen um 13.000 bzw. knapp darunter.

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=826&productId=17254&viewType=3&cp=Put&month=12&year=2017&busDate=20171208

 

Was danach kommt, weiß natürlich keiner, eine heftige Korrektur erscheint mir höchst unwahrscheinlich. Zumal die implizite Volatilität erneut zurückgeht.

Am Donnerstag kommen einige Nachrichten, die die Kurse beeinflussen können. Etwa die EZB Entscheidung. Das könnte mehr Öl in das spekulative Feuer gießen.

Allerdings erwarte ich bis dahin einen ähnlichen Kursverlauf wie schon öfter vor sogenannten wichtigen Ereignissen wie BREXIT, Frankreichwahlen und diverse Entscheide der Zentralbanken. Wenn diese Nachrichten kurz vor dem Verfall erwartet werden, dann bleibt der Zeitwert der Optionen am Geld gleich hoch bis zum vorletzten Tag, obwohl er eigentlich massiv fallen müsste. Deshalb steigt dann die implizite Volatilität. Am Donnerstag werden die sog. kursbrechenden Nachrichten bekannt gegeben und es wird wohl nichts geschehen, außer dass die Volatilität zusammenbrechen wird. Ich nennen e Vola-Falle.

 

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