Beginnt der Jahresendrally 2018 oder eine geniale Täuschung

Warum tue ich es eigentlich? Schreiben über die eigenen Börsengeschäfte und die Einschätzung für die Märkte. So spannend ist das nun auch nicht. Will ich eine Vermögensverwaltung aufbauen? Eher nicht. Dafür fehlt mir das Kapital und die Bereitschaft, welches von Kunden zu sammeln. Ich muss zugeben, die Motivation ist nicht so ausgeprägt wie einst. Ich habe nach fast 17 Jahren profitable Regelwerke entwickelt. Damit kann ich zwischen 500-1500 Euro monatlich generieren. Ich arbeite auch freiberuflich als Unternehmensberater und bin meistens bei Kunden. Dort arbeite ich an ebenso interessanten Themen, wie Risikomanagement oder am Einsatz der künstlichen Intelligenz in der Finanzwirtschaft. Das Gehalt ist gut, die Arbeit nicht zu schwer. Warum sollte ich einen Hedgefonds oder eine andere Firma gründen, um noch mehr oder weniger zu verdienen, dafür sich den ganzen Tag mit Regulatorik, Reporting und den verärgerten Kunden herumzuschlagen?

Aber ich sage niemals nie. Auch vor meinem letzten Atemzug werde ich mir sicherlich etwas Bedenkzeit nehmen, ins Jenseits sozusagen. Deshalb schließe ich einen Ausbau meiner Aktivitäten nicht ganz aus. Vielleicht wird es doch ab 2019 einen Brief geben…?

Vieles spricht für die Fortsetzung der Rally. Die starke Eröffnung im DAX am Freitag, der mehrtägige Kursanstieg und die ausbleibende Angstfaktoren sind hier zu erwähnen. Unten habe ich ein Bildchen aus tradesignalonlie.com angehängt. Die Indikatoren wie MACD sprechen ebenfalls für eine positive Tendenz. Und nicht zuletzt ist das Jahresende ein wichtiger Motor. Keiner will Stress, dafür wollen alle Händler mit einem Gewinn das Jahr beenden. An der EUREX (eurexchange.com) wurden sehr viele Positionen in Calls bei 13500 aufgebaut mit dem Verfall Oktober.

Charts sprechen allerdings auch für eine kurzfristige Korrektur. Denn zwischen 12500-12600 liegen die letzten Fibonacci-Niveaus, die als Wendepunkte genutzt werden können. Mal sehen. Und die steigende Schwankungsbreite spricht eher für eine Wende. Diese wird wahrscheinlich wieder eine gute Gelegenheit, Volatilität zu verkaufen.  Zurzeit liegt die implizite Volatilität im Euroraum bei 14% für die Indexoptionen mit einmonatiger Laufzeit. Das ist wenig und ein Anstieg ist deshalb näher liegend als ein weiterer Rückgang.

Der Große Verfall beendet den DAX bei 12430 also etwa dort, wo ich es zumindest für möglich hielt, s. letzte Woche.

Meine Optionsgeschäfte laufen gut, so dass ich inzwischen mit einem positiven Jahresendergebnis rechne, was angesichts der hohen Verluste im Januar ein Erfolg wäre. Die beste Performance erzielen die gedeckten Puts in der Deutschen Telekom. Das Ergebnis ist unten zu sehen. das Portfolio wird im Laufe der Woche für den Oktoberverfall aufgebaut. Übrigens, inzwischen habe ich auch die deutsche Post in die Strategie aufgenommen.. Die Positionen sind ebenfalls unten zu sehen.

 

Hier der Chart, der Optimismus verbreitet

Unbenannt

Hier das Ergebnis der DTE Strategie

23. Sep
 EUREX  DPW  P  OKT18  30,00  0  O 7624711 0 10 U 17.09.2018 EUR 0,28 0,16 120,00 -160,00
 EUREX  DPW  P  MAR19  28,00  0  O 7624657 10 0 U 17.09.2018 EUR 0,62 0,51 -110,00 510,00

 

P&L Equity Hedge
Kauf close April Put 13,2 255 255 0
Kauf close April Put 13,5 165 420
Kauf close Mai 13,5 155 575
Kauf close put 14 -170 405
Verfall Juni Put 13,5 248 653
Verfall Juli Put 13,5 150 803
Kauf close Aug Put 13,5 175 978
21. Sep Verfall 228 1206 -775
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