Wie gehe ich in diesem Markt vor.

 

Oft werde ich in diesen Tagen gefragt, was meine Optionsgeschäfte machen. Dabei verweise ich meistens auf meine Blogbeiträge der letzten acht Monate. Denn viel hat sich an meiner Strategie nicht verändert. Ja, auch ich bin immer wieder überrascht, wie unerwartet eine Nervosität in den Markt kommt. Zwar warne ich davor, es fällt auch mir dennoch schwer, stets gegen einen Kursrutsch gewappnet zu sein. Jetzt aber zur Sache. Wie die treuen Leser wissen, betreibe ich mehrere Strategien / Portfolien. Unter anderem verkaufe ich gedeckte Puts auf die Deutsche Telekom und Deutsche Post. Diese Position ist mit langlaufenden Puts abgesichert. Hier besteht theoretisch die Chance, von leicht fallenden Kursen zu profitieren. Im Falle der steigenden Preise, wie bei der Deutschen Telekom profitiere ich ebenfalls, wie die Performance der letzten acht Monate belegt.

Im Fokus meiner Aktivitäten als Optionshändler steht des sog. Schwarze-Schwan – Portfolio.  Es besteht auf Spreads aus DAY-Optionen. Details berichte ich in diesem Blog regelmäßig. Ich bin stets mit langlaufenden Puts und Calls auf der Kaufseite positioniert und warte sozusagen auf das große Ereignis. Andererseits  finanziere ich diese Positionen, die ja am Zeitwert verlieren, durch Verkäufe von kurzlaufenden Optionen. Mit dieser Strategie fahre ich recht gut. Allerdings muss ich zugeben, dass sie auch Schwachstellen hat. Es dauert oft sehr lange, bevor der Markt schlecht gelaunter wird. Bis dahin stehen die langen Optionen weit aus dem Geld und die kurzen zu nah am Geld. Fälltr der DAX, dann muss ich unter Umständen die Kurzen mit Verlust kaufen und neue weiter aus dem Geld verkaufen. Dennoch bin ich dann in der Regel nicht im Verlust, da die langen Optionen sehr Vega-lastig sind, und stark zugelegt haben.

Der aktuelle Markt bietet viele Chancen, wenn man bereits vorher mit Spreads richtig positioniert ist. Man kann sich dann auch ein Trading erlauben, indem man die gewinnende Seite glattstellt und auf eine Wende wartet. Die verlierende getestete Seite wird dann auf den nächsten Monat gerollt. Das bringt genug Prämie. Die Kunst besteht jetzt nur noch darin, das Richtige zu tun und nicht zu viel zu handeln, andererseits aber genug Volatilität zu verkaufen. Und man darf das Risiko sprich die Positionsgröße zu weit vergrößern. Denn, die Positionsgröße ist aus meiner Sicht der Schlüssel zum Erfolg im Optionshandel.

Details über meine aktuellen Transaktionen werde ich am Wochenende publizieren.

Zum aktuellen Markt habe ich eine geteilte Meinung. Mit einem Absturz der US-Börse war eigentlich zu rechnen. Vor allem aufgrund der steigenden Zinsen und wegen des Handelskrieges, welcher die Preise nach oben treiben könnte. Andere „Gründe“ wie Italien wurde nachträglich durch die Medien erfunden.

Ich beobachtete die unheimliche Ruhe vor dem Sturm seit Wochen und schrieb sogar, die sei der schlafende Schwarz Schwan. Wobei man die aktuelle Entwicklung strenggenommen nicht als Black Swan bezeichnen kann. Sie war nämlich vorhersagbar.

Zusammenfassend meine Strategie war und bleibt  ausgerichtet auf große Marktveränderungen, die ich laufend zu finanzieren versuche. Ich mag ja immer wieder Optimismus verbreiten und von Jahresendrally reden, die ich tatsächlich noch im September sah, ich habe immer schon das Unheil erwartet. Diejenigen von Euch, die das Optionsgeschäft etwas verstehen werden es aufgrund meines Portfolios gut verstehen.

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