DAX 2018 und der Unsinn der Prognosen

 

Das letzte Handelsjahr an der Deutschen Börse ging bereits heute um 14:00 Uhr zu Ende. Mit dem Ergebnis, das deutlich , ca. 25% unter dem Stand vom 30.12.2017 lag. Hat jemand damit vor einem Jahr gerechnet? Ich behaupte – nein. Egal welche Prognosen ich rückwirkend betrachte, konnte ich nicht einmal eine Prise Skepsis finden. DAX-Stände von 13-14.000 waren am angesagtesten.

Hier ein paar Zitate aus finanzen.net

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/wie-geht-es-2018-weiter-dax-prognosen-das-erwarten-experten-fuer-2018-5903636

 

„Nach Ansicht der DZ Bank dürfte der DAX bis Ende 2018 auf 14.000 Punkte steigen“

„Laut Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege bei der Deutschen Bank, dürfte die anhaltend gute Konjunktur und die optimistische Stimmung bei den Unternehmen dafür sorgen, dass Aktienmärkte weltweit weiter im Fokus der Anleger stehen.“

„Den befragten Experten zufolge dürfte der DAX im Durchschnitt einen Anstieg von etwa 4,5 Prozent auf 14.009 Punkte bis Ende des Jahres 2018 erreichen“

Und immerhin mit etwas Pessimismus.

„Laut der Helaba wird der DAX in diesem Jahr auf 12.300 Punkte sinken – das ist der geringste vorhergesagte Anstieg, in diesem Falle vielmehr Abstieg, den Experten prognostizieren. Damit würde der Index um etwa acht Prozent fallen. Die Schweizer Bank J. Safra Sarasin sagt indes einen Zuwachs auf 15.000 Indexpunkte voraus. Das entspräche einem ähnlichen Anstieg wie im Jahr 2017.

Die Mehrheit der Experten sieht den DAX jedoch im Bereich von 14.000 Zählern – die Helaba steht mit ihrer pessimistischen Bewertung alleine da. „

 

Warum ich das zitiere? Nun wäre an der Zeit, Klartext bei Aktiengeschäften zu reden. Man kann die Entwicklung der Kurse nicht prognostizieren, das steht fest. Man kann trotzdem von Aktien profitieren. Ja, es lohnt sich sogar. Auch wegen der Dividenden. Vor allem, aber weil Unternehmen in einer globalen Wirtschaft stets profitabel bleiben müssen. Auf jede Korrektur folgt eine Erholung, auf die wiederum eine Übertreibung folgt und so weiter.

Wenn ich in Aktienmärkte investiere, dann lasse ich mich auf das Spiel mit der Volatilität ein. Ich lebe die Schwankungen. Ich kaufe, wenn Preise billig sind, auch wenn vielleicht erst meine Nachkommen davon profitieren werden. Es ist ein Spiel mit der Zeit. Wie Marc Spitznagel sagte.

„We tend to lose or draw—most of the time—these small battles or skirmishes. But, ultimately, we win the wars“

Seriöse Banker, die im Auftrag ihrer Kunden Gelder verwalten, sollten es unterlassen, Prognosen abzugeben, sondern lediglich auf die Faktoren hinweisen. Also z. B. dass Zinsen steigen, und welche politischen Ereignisse die Börsen erschüttern können. Sie sollten auch auf eine mögliche Korrektur hinweisen, besonders wenn die Rally bereits seit Jahren andauert. das wäre das Mindeste.

Und was erwarte ich im 2019. Wie gesagt, selbst werde ich nicht mehr über die private Vermögensverwaltung schreiben. Ich bin natürlich zum Austausch darüber bereit, jedoch nur über eine persönliche Nachricht. Ich werde vielleicht weiter schreiben, vielleicht über die ungerechte Verteilung der Vermögen und Einkommen in dieser Welt und besonders in diesem Deutschland, wo die 50 reichsten Familien 50% des gesamten Vermögens besitzt. Vielleicht auch über andere Themen.

Zum DAX erwarte ich langfristig die Fortsetzung der Baisse. Allerdings könnte die aktuelle Erholung den DAX bis auf 11800 treiben, bevor es zur Umkehr kommt. Dafür sprechen auch die Open Interests an der EUREX. Die meisten offenen Put- und Call-Kontrakte liegen zwischen 11200-11800 also deutlich über dem aktuellen Niveau.

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