Das Sterben der Hedgefonds und dessen Ursachen

Mit Gelassenheit verfolge ich die Wirtschaftsnachrichten. Besonders die aus der Investmentbranche. Ich verwalte das eigene Geld, wenn man es so nennen darf. Ich muss mich vor keinem Kunden rechtfertigen und das macht entspannt. Ich betrachte deshalb die News zur Börse viel objektiver.

Eine Nachricht ist mir besonders in Erinnerung geblieben.

https://www.investopedia.com/which-top-hedge-funds-closed-in-2018-4582428

https://www.bloomberg.com/opinion/articles/2019-01-04/shorting-government-bonds-hedge-fund-widowmaker-trade-is-back

Und hier von Bloomberg.

https://www.cnbc.com/video/2019/01/04/fluidity-technologies-ceo-wants-to-revolutionize-robotic-surgeries.html

Besonders viele Stars sind unter den geschlossenen Hedgefonds, z. B. David Einhorn

https://www.cnbc.com/2019/01/02/hedge-fund-all-star-david-einhorn-posts-his-worst-year-ever-losing-34percent-in-2018.html

 

Über die Ursachen wird viel spekuliert. Viele der gescheiterten sind erfolgsverwöhnte Stars und nicht selten Milliardäre, die in den letzten 10 Jahren meist sehr gut performten. Ob 2008 oder 2017 stets war ein überdurchschnittliche Rendite ausgewiesen. Der Trend gilt übrigens auch für die in Europa ansässigen Gesellschaften.

Ich kann mir folgende Gründe für das Sterben der Hedgefonds vorstellen:

  1. Zu viel Investorengeld. Das Argument wird auch im Videobeitrag oben erwähnt. Mangels Alternativen fließt das Geld überall hin, wo ein Hauch Chance besteht, vermehrt zu werden. Wir alle wissen, Crypto-Investments sind ein Beispiel. Die durch die Notenbanken ausgelöste wunderbare Geldvermehrung sei hier als Haupursache zu nennen.
  2. Falsche Strategie. Mich wundert, dass die hohe Volatilität, wie wir sie im letzten Jahr hatten, den Hedgefonds keine Profite beschert. Denn gerade darauf sollten sie doch spekulieren. Die durch bloße Angst entstandene Überbewertung bestimmter Asstet-Katagorien auszunutzen.  Anscheinend machen viele der „Risiko-Asset-Manager“ doch einiges falsch, oder sind die verwalteten Positionen schlicht zu groß.

Mich persönlich überzeugt eine Strategie, die grundsätzlich eine starke Korrektur, einen vola-spike erwartet. So wie der gerne von mir zitierte Spitznagel, der ja den Universa Investments Fonds betreibt. Der klassische Schwarze-Schwan-Fonds investiert stets einen kleinen Anteil, ca. 3% in hochriskante Optionen, sog. Hedgtail. Mehr darüber im folgenden Blogbeitrag:

https://www.zerohedge.com/news/2018-09-22/how-fund-betting-end-world-outperformed-sp500

Meine eigene Strategie verläuft ähnlich. Seit der Finanzkrise 2008 bin ich immer auf der Kaufseite mit länger laufenden Optionen positioniert. Ja, es ist kein Garant für Gewinne und so einfach ist alles nicht. Dennoch war mein letztes Jahr mit Profit abgeschlossen, obwohl  ich keinen Stein der Weisen entdeckte und nicht die Desperados –Investments machte, etwa mit ungedeckten Indexoptionen.  Ich blieb offensichtlich in der Minderheit. Die großen der Branche, Seminaranbieter, Buchautoren risikolose Vermögensverwalter, die ein „regelmäßiges Einkommen“ predigten, schweigen und ihre geschädigten Kunden ebenfalls.

Die gestorbenen Hedgefonds konnten offenbar die Volatilität nicht leben. Sie alle setzten auf einen Trend und stellten sich diesen als sehr gut erkennbar vor. Lange war es der Aufwärtstrend und nun glauben alle, dass die Märkte im gleichen Tempo fallen werden. Die Börse ist leider so berechenbar wie die Strömungsgeschwindigkeit des Waldbaches. In die Prognosen sind stets die Erwartungen der Prognostiker einzubeziehen. Als Investor kann ich nur die Volatilität leben, sprich mit meiner Investmententscheidung gleichzeitig viele Zukunftsmodelle antizipieren.

Übrigens für alle Supertrader unter Euch, sogar die besten Fonds berichten von langjährigen Renditen in der Größenordnung von 12%.

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Veröffentlicht von Option_Basil

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