Und nun, Korrektur oder nicht?

Meine Einschätzung zum Markt vom letzten Wochenende hat sich zum Teil als richtig erwiesen. Da der DAX vor einer Woche kurz vor den charttechnischen Begrenzungslinien stand, musste man mit steigender Volatilität rechnen. Das ist auch keine Kunst. Ich selbst sehe inzwischen den einzigen Nutzen der Chartanalyse darin, die mögliche Reaktion der Massen zu erraten. Der meiste Handel ist inzwischen automatisiert. Die Regeln sind überall die gleichen oder ähnlich. Nach dem Motto, oberer Rand des Bollinger Bandes angefasst, dann drehen. Oder, Minimalkorrektur erreicht, dann drehen, und so weiter. Zwar sind manche dieser Programme cleverer und definieren individuelle Entries oder Exists, am Gesamtverhalten ändert das nichts.

Deshalb lag es nahe, eine kleine Wende zu erwarten. Diese kam nicht am Wochenende, der Trend kann sich dennoch an diesem Wochenende verstärken. Schauen wir mal.

Die niedrige Volatilität und ausgeprägt kleine Kursspanne des DAX haben zusätzlich die Stimmung angeheizt. Es ist eigentlich sehr lukrativ, Puts zu kaufen, wenn die Märkte steigen. Auch wenn man meistens dabei verliert, macht es ungeheuerlich viel Freude zuzuschauen, wie sie die anderen ärgern, und den Put-Preis nach oben treiben. Meine Leser wissen, dass ich von dieser Strategie seit Jahren sehr angetan bin, habe dennoch weder Zeit noch Mut, sie konsequent umzusetzen. Manchmal nenne ich sie Black Swan, was natürlich etwas zu weit gegriffen ist.

Es sprach vieles für eine Korrektur im DAX, was auch eingetreten ist. Die Fortsetzung am Montag mag nicht zu 100% sicher sein, ich halte sie für sehr wahrscheinlich. Ob daraus ein Sturz wird, das wiederum ist fast auszuschließen. Es sind zumindest im Moment zu wenig schwarze Schwäne im Anflug. Ja, der vorherrschende Optimismus hat längst Kratzer bekommen. Die Wachstumsprognosen sind schlechter, Unternehmenszahlen eher durchwachsen. Bankenfusion kommt noch oben darauf. Oder global ist der BREXIT eine potenzielle Gefahrenquelle. Viel mehr fällt mir nicht ein, ich aber kein Experte. Die Zinsen bleiben niedrig, und das bedeutet, sobald die Korrektur einsetzt, beginnen die Käufe. Die gestiegene Volatilität wird sich nächste Woche zum Verkauf anbieten.

Die Aussichten? An der EUREX haben sich die Händler mit den April-Kontrakten so positioniert, dass der DAX in drei Wochen minimal bei 11.000 und maximal bei 12.000 stehen könnte. Das hat für mich noch keine große Bedeutung, außer, dass man offensichtlich nicht mit einer raschen Erholung rechnet, Quelle www.eurexchange.com.

Zu den einzelnen Aktien, die Deutsche Bank Aktie bietet sich als Spekulationsobjekt an. Man könnte im Spread die implizite Volatilität verkaufen. Ich selbst tue es nicht. In meinem Portfolio befinden sich Optionen auf die deutsche Telekom und die Deutsche Post, alles solide Investments mit hohen Dividenden.

 

Unbenannt

Veröffentlicht von Option_Basil

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