Kein Trend, gefährlicher Doppelpeak, Zinsen und meine Pläne

Der Jahresanfang war schon einmal besser. In der Regel zeichnet sich in den ersten Januarwochen der Jahrestrend ab. Der Begriff „Trend“ ist natürlich nur pseudowissenschaftlich. Das sämtliche Informationen in den den Kursen enthalten sein sollen und die Dividenden ebenfalls bekannt sich, erwarten wir keine feste Rendite, die etwa mit Zinszahlung vergleichbar wäre. So viel Theorie. Die Realität ist wie alles andere durch den Menschen gestaltet und deshalb unberechenbar einerseits. Auf der anderen Seite neigen Konsumenten und Börsenhändler dazu, dem Herdentrieb zu folgen. Steigen Technologieaktien, dann muss ich sie auch haben. Wenn alle eine „Apple Watch“ haben ( das neuste HiTec Produkt meines Sohnes…), dann werde ich sie irgendwann selbst tragen ( im übertragenen Sinne, da ich nicht eine solche Absicht habe). Und so bilden sich aus punktuellen Ereignissen, die zu Korrekturen oder Ralies führen, Massenphänomene. Hinzu kommt noch die überschüssige Liquidität, die durch Zentralbanken genährt wird. Am Ende ist es wie beim Jobwechsel. Die Motivation ist mein böser Chef, und Unterforderung. Der finale Stoß zum Arbeitgeberwechsel wird durch monetäre Reize verpasst, sprich durch mehr Gehalt. An der Börse ist es ähnlich. Fundamentale und quantitative Argumente mögen für den Kauf einer Aktie sprechen. Letzten Endes entscheiden wir uns dafür, solange keine Alternative bekannt ist und wir intuitiv von den anderen Börsianer gleiches Verhalten erwarten.

Diese Alternative zeichnet sich ab, schleichend aber deutlich wie eben der sogenannte Trend bisher ausgeblieben ist.

Der DAX stieg zuerst fast das letzte Allzeithoch und brach dann ein. Naiv, sprich charttechnisch ist es schon ein schlechtes Zeichen. Das Doppelhoch ist ein Klassiker der Candlestick – Lehre für einen Trendwende-Indikator.

Viel interessanter ist der Blick auf die Zinsen. Die Rendite der 10-jährigen Anleihe der Bundesrepublik steht knapp unter Null. Das kling nicht spektakulär, aber wenn man bedenkt, dass sich schon bei -07% stand…!Auch die Bauzinsen sind demnach um 50% gestiegen.

10-jährige deutsche Anleihen Rendite – Investing.com

Zins-Charts – Die Zinsentwicklung in der Baufinanzierung (interhyp.de)

In den USA sieht es noch dramatischer aus, s. Chart unten. Und es sind zahlreiche Zinserhöhungen in Sicht. Wenn die Zinsen für Tagesgeld einmal bei 3% liegen, glaubt Ihr wirklich, dass die zahlreichen beerbten Millionäre in unserem Lande sich dem Stress des Aktienhandels aussetzen werden? Nein, die Gelder werden abgezogen und der Aktienmarkt bricht zusammen und er wird es bestimmt nicht auf Raten tun.

Was macht Optionshändler? Er schaut wie immer auf die Volatilität. Diese befindet sich noch im Winterschlaf. Kleine Ausbrüche bleiben nur kurzfristige Kaufsignale. Da jedoch die Risikoprämie, wie mein Indikator zeigt, inzwischen sogar negativ ist, bietet sich vorwiegend der Kauf von Optionen an. Klar, wir alle benötigen ein regelmäßiges Einkommen, deshalb sind abgesicherte Stillhaltergeschäfte weiterhin sinnvoll.

Meine Pläne für das Jahr sind unspezifisch. Ich werde wohl weiterhin ein Musterdepot führen. Allerdings nur als ein EUREX -Portfolio. Ich werde die P&L Kurve und das Trading Journal immer wieder veröffentlichen. Ich muss mir noch Gedanken über die Form machen,

Darüber hinaus plane ich mein neues Volatilität-System zu testen. Hierzu habe ich ein Indikator entwickelt, welches IV-Signale generiert. Im Backtest sieht es sehr gut aus. Inwieweit sich das Regelwerk in der Realität um setzen lässt, werden wir überprüfen.

Veröffentlicht von Option_Basil

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