Covered Calls

Vor Jahren habe ich mich intensiv mit den Covered Calls und anderen Stillhaltergeschäften beschäftigt. Bis heute betreibe ich es auf privater Basis. Für interessierte Leser stehe ich gerne zur Verfügung. Bitte per Mail kontaktieren

Damals habe ich in einigen Börsenportalen einen Artikel veröffentlicht, der etwas über meine Strategien berichtet und auch die Theorie auf den Punkt bringt. Insgesamt halte ich die abgesicherten Stillhaltergeschäfte für die aussichtsreichste Form vom Optionshandel.

Viel Spass bei der Lektüre!

Strategische Stillhaltergeschäfte mit abgesicherten Kaufoptionen

 Im vorliegenden Artikel will ich meine langjährigen Erfahrungen im Handel mit gedeckten Kaufoptionen (Covered Calls Writting, CCW) präsentieren.  In den letzten Jahren ist umfangreiche Literatur über Stillhaltergeschäfte erschienen. Auch im Internet findet man zahlreiche Musterdepots und Übersichtsseiten zu diesem Thema. Einer besonderen Beliebtheit erfreut sich der Verkauf gedeckter Kaufoptionen. Ich habe einige Arbeiten über CCW genauer unter die Lupe genommen. Leider habe ich bislang keinen Artikel oder Buch gelesen, in dem ein erfolgreiches Handelssystem vorgestellt wäre. Das ist einerseits verständlich, da ich mir auch nicht vorstellen kann, dass jemand sein funktionierendes System veröffentlichen würde. Andererseits wird offenbar doch der Anspruch erhoben, das komplexe Wissen über Finanzderivate, dem Laien so tief beizubringen, dass man in der Lage ist, selber zu handeln. Die meisten Ausführungen über CCW bleiben jedoch theoretisch und beschränken sich im Grunde genommen auf die Black-Scholes basierte Modellierung des erwarteten Gewinns/Verlusts. Es fehlt oft der Praxisbezug. Die Schilderung eigener Erfahrungen findet meist gar nicht statt. Nicht selten habe ich den Eindruck, dass die Autoren Derivate bestenfalls im Kundenauftrag  gehandelt haben. Sonst würde ich doch nicht überall dieselben  Slogans lesen:„Kaufoption zu schreiben ist eine Absicherung gegen fallende Aktienkurse“.„Stillhaltergeschäfte sind eine einfache Methode, aus dem bestehenden Aktiendepot eine zusätzliche Rendite zu erwirtschaften“. Während man der zweiten Aussage noch bedingt  zustimmen könnte, ist der erste Satz schlicht falsch. Schreiben von CC ist nämlich keine Strategie für Bärenmärkte!. Ich bin seit vier Jahren aktiver EUREX Trader und handle dort Aktienoptionen kombiniert mit den entsprechenden Geschäften auf Kassamärkten. Der Terminhandel ist in dieser Zeit nicht nur mein festes Nebeneinkommen geworden. Es ist vielmehr die intellektuelle Herausforderung, die Optionen mit ihren vielen Variationen bieten, was mich trotz vieler Niederlagen bis jetzt nicht aus dem Markt geworfen hat. Gedeckte Stillhaltegeschäfte sind in dieser Zeit ein wichtiger Teil meiner Handelsstrategie geworden. Ich habe es nicht vor, alle Details meiner Handelsstrategien zu verraten. Dies würde den Rahmen dieser Publikation sprengen. Wohl aber dürfte es interessant sein, wie das Trading mit gedeckten Kaufoptionen in der Praxis verläuft und welche Fehler ich anfangs beging.  Das Allerwichtigste Der Handel mit gedeckten Kaufoptionen ist im allgemeinen Trading,  wo der Handelsteilnehmer eine Eröffnungs- und Schlusstransaktion abschließt. Also, ähnlich wie bei Aktien, man steigt ein und irgendwann wieder aus.Die zwischenzeitlich gehaltene Position ist zwar komplexer als etwa bei reinem Aktienhandel aber auch sie generiert letztlich einen Gewinn oder Verlust, der nach einer Zeit zu realisieren ist. Mein größter Fehler war es, anfangs, diese Regel nicht zu beachten. Ich habe mich nicht um die Kursentwicklung gekümmert und behielt monatelang eine Aktienposition, die im Verlust lag. Gleichzeitig schrieb ich regelmäßig neue Calls, stellte andere glatt etc. Es erfolgte auch immer wieder eine Umschichtung des Aktiendepots. Im Endeffekt verlor ich nach einem Jahr den Überblick über die gesamten Prämieneinnahmen im Verhältnis zur Wertränderung des Aktiendepots. Und da ich auch gleichzeitig die Anzahl der gehaltenen Aktien immer wieder änderte, wusste ich zum Schluss nicht mehr, ob ich mit dieser Strategie Geld gemacht hatte oder nicht.Also, Überblick zu behalten ist ungemein wichtig!Noch vor Ihrem ersten Trade sollten Sie für sich die folgenden Fragen beantworten:

  1. Wie viel will ich investieren?
  2. Wie viel darf ich verlieren, bevor ich aussteige?
  3. Wie gehe ich im ersten, zweiten und dritten Schritt nach der Eröffnung bei Kursbewegung in einer bestimmten Richtung vor Dazu eine Erläuterung:

Angenommen, Sie haben Aktien gekauft und eine Anzahl von Calls verkauft. Der Kurs liegt bei 10,00 €. Was mache ich, wenn der Kurs auf 8 € fällt. Und dann, wenn er wieder auf 10 steigt, um danach wieder auf 8 zurückzugehen und so weiter. Bei Optionen muss man außerdem den Zeitfaktor berücksichtigen- wann die geplante Preisänderung eintritt.Je mehr Eventualitäten  Sie berücksichtigen, desto besser sind Ihre Gewinnchancen.    Was sind Stillhaltergeschäfte mit gedeckten Kaufoptionen  

Wenn Optionen verkauft werden, ohne dass man sie vorher im Depot besaß, dann spricht man von Stillhaltergeschäften. Dem Käufer der Optionen wird das Recht eingeräumt, den Basiswert  ( z.B. Aktien)  zum vereinbarten Preis zu erwerben, bzw. zu verkaufen. Dieses Recht bleibt aufrecht nur während der Laufzeit der Option.

Im Prinzip unterscheidet sich das Optionsgeschäft nicht wesentlich von einer Versicherung. Der Versicherte ist hier der Optionskäufer und der Versicherer der Stillhalter, der für das von ihm gedeckte Risiko des Versicherten eine Prämie vereinnahmt.

Ähnlich gestaltet sich auch in der Praxis die Gewinn/Verlust Rechnung.

So wie in der Versicherungsbranche, der Stillhalter gewinnt fast immer, wenn beide Parteien einen Vertrag gegen kleine Risiken abgeschlossen haben. Zurückzuführen ist das auf die Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen eines bestimmten Ereignisses. So wird die Wahrscheinlichkeit, am Krebstod zu sterben, für einen unvorbelasteten 30-jährigen deutlich niedriger geschätzt als die bei einem 60-jährigen Kettenraucher. Dementsprechend würde unser 30-jähriger auch einen kleineren Beitrag zur privaten Krankenversicherung zahlen als ein 60-jähriger.

Ähnlich im Optionsgeschäft wird die Wahrscheinlichkeit geschätzt, dass der Basispreis zum Ende der Optionsperiode überschritten wird. Die Optionsprämie ist dann direkt an diese Wahrscheinlichkeit gekoppelt.  Auch hier gilt die Regel- kleine Prämie = große Gewinnchance für den Stillhalter. Hierzu ein Beispiel:

Aktie XYZ verkauft sich zu 43 € und  der Juli Call 40 kostet 8 €. Die jährliche implizite Volatilität beträgt nach Black-Scholes  25%. Der sog.  Break-Even Point für den Optionsverkäufer liegt nach Abzug der Gebühren bei 47 €. Das heißt, steht der Aktienkurs am Verfalltag zum Schluss unter 47 €, realisiert der Stillhalter dann einen Gewinn.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Aktienkurs tatsächlich unter 47 € steht?

 

P(unter 47 in sechs Monaten)=N = N(0,502)=0,6985.

N(x) beschreibt die Normalverteilung der Variablen x.

 

Wie Sie sehen, kann unser Stillhalter mit fast 70 % Sicherheit davon ausgehen, dass der Aktienkurs unter seinem Break-Even-Point am Ende der Optionsperiode bleiben wird.

Die Wahrscheinlichkeit ist im wesentlichen durch die implizite Volatilität bestimmt, die ja wiederum in die Prämienberechnung ebenfalls direkt eingeht.

 

Was macht nun der Stillhalter, der „auf falschem Fuß“ ertappt wurde, der also die eingegangene Verpflichtung erfüllen und den Basiswert nun doch liefern muss. Er muss sich die Aktien zum Marktpreis besorgen. Oder er ist bereits in ihrem Besitz. Dann muss er sie halt zum vereinbarten Preis verkaufen, um sich von der Verpflichtung zu befreien.

Damit kommen wir zu Stillhaltegeschäften mit gedeckten Kaufoptionen.

 

Covered Calls sind ein komplexes Finanzprodukt, das aus Aktien und derselben Anzahl entsprechender Kaufoptionen besteht, die leerverkauft worden sind, das heißt, man ist short  in Calls und long in Aktien. Eine CC Position wird geschlossen, wenn die Aktien verkauft sind und die Kaufoptionen glattgestellt worden bzw. wertlos verfallen sind. Das entscheidende Merkmal ist die numerische Gleichheit der Aktien und verkauften Optionen. Dadurch wird de facto jedes über die gehaltene Aktienposition hinausgehende Risiko ausgeschlossen. Diese scheinbare Sicherheit für den Stillhalter macht aber auch  das CCW so populär.

 

Der erwirtschaftete Gewinn/Verlust ergibt sich dann aus der Kursdifferenz der Aktie plus der Differenz der Eröffnungs- und Schlussprämien der Kaufoption inklusive der angefallenen Transaktionsgebühren.

Betrachten wir den simultanen Kauf einer Aktie und den Verkauf einer Kaufoption am Geld, sprich mit dem Basispreis nur wenig entfernt vom Kaufkurs der Aktie.

Beispiel 1:

Stückzahl= 1000

Kaufpreis der Aktie =16,00 €

Verkaufspreis der Aktie = 18,00 €

Optionsprämie des Calls bei Eröffnung = 0,50 €

Optionsprämie des Calls bei Schliessung=1,5 €

Gebühren(anteilig) = 0,1 €

Gewinn = 1000 *(18-16  + 0,5-1,5 –0,1)=900,00 €

  

Trotz des realisierten Optionsverlusts wird die Gesamtposition mit einem Gewinn geschlossen, da der realisierte Kursgewinn der Aktien den realisierten Verlust aus der Call-Position übersteigt.

Der Optionsschreiber kann die Option auch ausüben lassen und die gesamte Optionsprämie als Gewinn einnehmen. Hier wird er die Aktie ohne Verlust oder Gewinn für 16,00 € veräußern,

  

Etwas anders sieht es aus, wenn der Aktienkurs gefallen ist.

Beispiel 2

Stückzahl = 1000

Kaufpreis der Aktie =16,00 €

Verkaufspreis der Aktie = 14 €

Verkaufsprämie der Option = 0,50 €

Kaufprämie der Option=0,10 €

Gebühren(anteilig)) = 0,1 €

Gewinn = 1000*(14-16  + 0,5-0,1 –0,1)=-1700 

 

Hier sehen wir, dass die Gesamtposition trotz des Optionsgewinns einen Buchverlust eingebracht hätte, wenn sich der Optionsschreiber entschieden hätte, die Aktien zu verkaufen (was er selbstverständlich nach dem Rückkauf der Option nicht tun muss!).

 Zusammenfassend,  zeigen beide Beispiele, dass der Optionsgewinn selbst  nicht ausschlaggebend ist für den gesamten Profit eines Covered Calls Geschäfts. Nicht zu unterschätzen sind auch die Gebühren. Für den Kauf und Verkauf von Aktien sowie für einen Trade mit Optionen fallen bei den Onlinebrokern insgesamt ca. 100 € an.  Wie handelt man gedeckte Kaufoptionen- oder ein paar praktische Tipps Die präsentierten Beispiele stellen nur eine Möglichkeit, die Covered Calls zu handelnEine Covered Call Gesamtposition kann auf verschiedene Art und Weise eröffnet, geführt und geschlossen werden. Am einfachsten,  man kauft Aktien und verkauft zeitnahe die gleiche Anzahl von am-Geld (At-the-money- ATM) Calls. „Zeitnahe“ ist dabei gerade bei ATM Calls sehr wichtig. Beispiel: Wir kaufen 500 Aktien der Deutschen Telekom zu 15,9. Unmittelbar nach der Transaktion fällt der Aktienkurs schnell. Der 16-er Call mit dem Verfall im nächsten Monat verkauft sich für 0,30. Wir warten noch ca. eine Stunde mit der Hoffnung, dass eine Gegenbewegung eintritt, und die Aktie ist inzwischen auf 15,7 gefallen. Für den Call bekommen wir nur noch 20 Eurocent. Im Prinzip haben wir also 10 Cent mal 500 = 50 € verschenkt. Steht der Kurs am Ende der Laufzeit unverändert bei 15,7, dann haben wir keinen Gewinn gemacht. Eine weitere Möglichkeit,  eine Covered Calls Position zu eröffnen, ist der Verkauf von Puts auf die gegebene Aktie. Steigt der Kurs, dann lässt man die Option verfallen und realisiert einen Gewinn, der der vereinnahmten Prämie gleicht. Fällt der Aktienkurs jedoch nach der Eröffnung und liegt zum Ende der Optionslaufzeit unterhalb des Basispreises, dann  lässt man sich ausüben, was dem Erwerb der Aktie zum Basispreis entspricht. Für die nächste Periode schreiben Sie dann Calls auf diese neu erworbene Aktienposition.Sie können natürlich in dem Falle auch die Puts zurückkaufen und neue zum niedrigeren Basispreis verkaufen. Von diesem „Herunterrollen“ von Puts rate ich allerdings grundsätzlich ab. Die Kosten für den Rückkauf sind oft zu hoch. Puts verhalten sich insgesamt volatiler als Calls. Sie verlieren zwar schnell am Wert, wenn der Basiswert steigt. Andererseits steigen sie überproportional in der Baisse.  Schließlich gibt es noch eine dritte Eröffnungsmöglichkeit. Man verkauft ungedeckte Calls . Fällt der Kurs, dann realisiert man einen Gewinn, indem man die Position glattstellt oder verfallen lässt. Sollte der Kurs weit über den Basispreis steigen, dann kauft man die gleiche Anzahl der Aktien. Es ist hilfreich, den Einstiegszeitpunkt zu optimieren, indem man erst dann die Calls verkauft, wenn eine weitere Abwärtsbewegung oder eine Korrektur nach einer Hausse zu erwarten ist.   Bin ich nun Stillhalter in Papieren, das heißt short in gedeckten Calls, dann ist erst einmal Zurückhaltung bis zum Verfall angebracht. Die Gesamtposition sollte jedoch täglich überwacht werden. Bewegt sich der Aktienkurs oberhalb meines Break-Even Punktes, besteht kein Handlungsbedarf. Größere Aufmerksamkeit ist jedoch angebracht, wenn der Break-Even Point unterschritten ist, das heißt, wenn der Aktienkursverlust übersteigt den Prämiengewinn. Es lohnt sich dann eventuell, die Call-Position glatt zu stellen. Danach sollte der Verkauf neuer Calls mit niedrigerem Basiskurs erfolgen. Hier lauert allerdings die große Gefahr, dass eine Rally einsetzt, der Kurs so stark steigt, dass eine Ausübung wahrscheinlicher wird. Diese Ausübung bedeutet aber in diesem Falle den Aktienverkauf zum deutlich niedrigeren Kurs. Effektiv also haben Sie hier einen Verlust gemach, obwohl sich der Aktienkurs kaum verändert hat.Deshalb lautet meine generelle Empfehlung, immer einen solchen Basispreis bzw.  eine solche Laufzeit zu wählen, dass eine ev. Ausübung die Gesamtposition immer noch mit Gewinn schließt.  Beispiel:Sie kaufen 500 XYZ Aktien zu 16,00 und verkaufen 500  16-er Calls zu 0,5. Nun fällt die Aktie auf 15,1 und die Calls kosten jetzt 0,3. Sie stellen glatt und machen einen Gewinn von 0,2 mal 500 = 250 minus Gebühren. Nun können Sie die 15-er Calls im selben Monat zu 0,6 verkaufen. Danach aber steigt der Kurs überproportional schnell, Sie lassen sich ausüben und verkaufen die Aktien zu 15. Im Endeffekt haben Sie also 500 durch das Aktiengeschäft verloren. Demgegenüber steht Ihr Optionsgewinn von ( 0,2+0,6) x 500 = 400, Gebühren nicht mitgerechnet.Dass war also ein Verlustgeschäft. Es bietet sich deshalb der Verkauf von 16-er Calls im Verfall im übernächsten Monat. Diese Vorgehensweise schmälert zwar den Gewinn, produziert aber keinen Verlust und ist deshalb zu empfehlen. Das Ziel eines  Stillhaltegeschäftes sollte immer die Glattstellung der Optionsposition und Verkauf der Aktien mit Gewinn sein. Zusammenfassung, oder worauf man unbedingt achten sollte  1. Aktien- und Optionsposition sollten möglichst gleichzeitig eröffnet werden. Spekulatives Warten und Hoffen auf eine gewünschte Marktbewegung, wenn man bereits eine Position eröffnet hat, ist zu riskant. 2. Wähle volatile Aktien und Optionen, die am Geld sind, am besten wenn sie zu mehr als 75% aus Zeitwert bestehen. 3. Nach der Glattstellung der Optionsposition  sollten entweder die Aktien verkauft oder sofort eine heruntergerollte Position eröffnet werden. Hier gilt auch- niemals warten und hoffen, dass jetzt die Aktie wieder steigt.4. Beim Herunterrollen rechnen Sie immer mit einer Gegenbewegung des Aktienkurses und dass Sie ausgeübt werden können. Bei der Auswahl der neuen Optionsserie sollte man immer daran denken. 5. Wähle die kurzmöglichste Optionslaufzeit, jedoch mehr als 2 Wochen. Grundsätzlich hat mich meine Erfahrung belehrt, dass die strategischen Stillhaltergeschäfte auf Dauer gewinnbringend sein können, auch ohne aufwendige Chartanalyse und Kursprognosen. Eventuelle Verluste sind die Folge eines schlechten Geldmanagements und der fehlenden Konsequenz bei der Umsetzung eigener Vorsätze.Bei mir war es außerdem die eigene Gier, Angst und Ungeduld, die zu den Verlusten am Anfang beigetragen hatten. Ein weiterer Fehler war zu schnelles Herunterrollen. Dadurch produzierte ich vor allem einen ganzen Haufen von Gebühren, die für Privatanleger nicht unerheblich sind (20-40 € für open+close). Oft stellte ich die Optionsposition bei zu hohen Optionspreisen glatt und verschenkte damit einen großen Teil des Gewinns.  Zum Schluss noch eine Bemerkung zum Stop-Loss-Management. Selbstverständlich kann jeder seine SL-Marken setzen und die Gesamtposition einfach mit einem Verlust schließen.Jeder Stillhalten hat ein bestimmtes Portfolio zu verwalten und  muss deshalb selber festlegen, wann er aussteigt und wie lange er auf die Erholung warten kann.Ich persönlich halte es für einen Stillhalter für unbrauchbar, sich nach SL-Marken zu orientieren. Hohe Volatilitäten, große Kursspannen und geringere Liquidität erschweren das klassische Stop-Loss Management bei Stillhaltergeschäften erheblich. Der Rückkauf der ungdeckten Calls nach einer Rally ist oft mit hohen Kosten verbunden. Auch das Glattstellen nach einem Kursrutsch ist mit zweifacher Transaktionsgebühr verbunden. Ich persönlich versuche, die Aktienposition so lange zu behalten, bis ich sie mit Gewinn abstoßen kann, nach Verrechnung mit Optionsprämien. Wenn ich eine CC Position aufbauen will, dann frage ich mich zuerst, wie weit müsste die Aktie fallen, bzw. welchen andren Bedingungen ich bereit wäre die Aktie zu verkaufen. Wenn ich keine Firmeninsolvenz erwarte, dann bleibe ich in der Regel so lange investiert, bis ich die Position insgesamt mit Gewinn schließen kann. Diese Methode hat bis jetzt gut funktioniert, wenn es auch manchmal Wochen gedauert hatte, bis ich Gewinn mitnehmen konnte.Mit ausreichend viel Erfahrung mit Covered Calls sollte man eine Rendite zwischen 15-30% im Jahr erwarten.

Sind CFDs die Lizenz zum Gelddrucken? Teil1

Ich bin seit einigen Monaten ein aktiver CFD Trader und habe inzwischen genug Erfahrungen gesammelt, um das erste Resumee zu ziehen.

Ich habe einen Account bei Abnamro (Marketindex). Dort werden zwar keine „echten“ CFDs geboten, sie unterscheiden sich dennoch nur unwesentlich von denen bei CMC. Es gibt zwei Unterschiede: AbnAmro bietet keinen Aktien-CFD-Handel. Das vermisse ich nicht, da ich grundsätzlich keine Hebelprodukte auf einzelne Aktien trade. Ich bin ausschliesslich an liquiden Finanzinstrumenten interessiert: Devisen, Aktienindizies, einigen Rohstoffen, Bund Future. Damit habe ich bislang recht gute Erfahrungen. Als erstes merkt man sofort, dass hier keine festen Transaktionsgebühren anfallen. Das macht die CFDs besonders atraktiv, da man auch mit nur wenigen Punkten aussteigen kann.  Zweiter großer Vorteil sind die kostenlosen Realtimekurse der gehandelten Produkte. Hier ist jedoch Vorsicht angebracht. Bei den Quotes auf DAX, zum Beispiel handelt es sich nicht um die offiziellen Kurse der Deutschen Börse AG sondern um die Quotierung der Market Maker von Abn Amro. Diese liegt zwar meistens sehr marktnah aber nicht immer. Insbesonndere bei extrem starker Volatilität kann es vorkommen, dass die handelbaren Quotes einige Punkte vom Markt abweichen.