Paroli

Ich beschäftige mich gerne mit Glücksspiel. Nicht, um schnell reich zu werden, nein das wird mir wohl an der Börse belingen. 😉

Ich finde viele Analogien zwischen Glückspiel und Börse, sowie zwischen Börse und sonstigen Vorgängen in der Welt. Ich will an dieser Stelle nicht die komplizierten Ansätze der nobelpreisgekrönten Spieltheorie beschwätzen. Aber es gibt meiner Ansicht nach bewährte Modelle, die in allen drei Gebieten erfolgreich sein können.

Schauen wir uns das Roulette an. Man kann in diesem Spiel grundsätzlich nur verlieren, wenn man ununterbrochen unendlich lange spielen würde. Dann liegt der erwartete Gewinn bei -2,8%.

Kurzfristig, das heisst in endlich langen Zeiträumen ist alles möglich. Ich spiele meist einfache Chancen. Wozu neigt jeder wenn er einmal eine einfache Chance verliert? Natürlich zum erneuten Spiel auf dieselbe Chance mit höherem Einsatz. Nach zwei drei Wiederholungen kommt die erwartete Chance und dann beendet man die Wette mit einem Jeton Gewinn.

Jeder der Roulette spielt , weiss warum es nicht funktionieren kann. Irgendwann erwischt man eine 12- er Serie usw.

Eine Lösung scheint das Paroli-Spiel. Hier läßt man den Gewinn ein- bis drei Mal liegen. Es macht Sinn, denn wenn man mit der vorher beschriebenen Methode nur verlieren kann, muss es doch möglich sein, mit der Paroli in der Gewinnzone zu landen.

So habe ich mit Excel einen Tool gebastelt, mit dem ich die Permanenzen aus diversen deutschen Spielbanken auswertete und benutzte dabei ein eigenes System.

Und tatsächlich in den meisten Fällen kommt man fast immer während eines Spieltages in die Gewinnzone.  Ich habe es auch selbts in diversen Cassinos ausprobiert. Es funktioniert auch, wobei man beachten muss, dass dies sehr viel Zeit beansprucht. Man muss ja schon mehrere Stunden in der Spielbank bleiben und ständig mehrere einfache Chancen spielen.

Infos zu meinem System und den Erfahrungen erteile ich auf direkte Anfrage.

Und hier der Wikipedia -Ausschnitt zu Paroli-Spiel.

Paroli als Spielsystem [Bearbeiten]

Im Gegensatz zum Martingale-Spieler, der seinen Einsatz nach einem Verlust steigert, versucht ein Paroli-Spieler z. B. beim Roulette dadurch zu gewinnen, dass er seinen Einsatz nach einem Gewinn steigert.

Der Spieler setzt sich vor Beginn des Spiels ein Gewinnziel, z. B. den Gewinn eines Dreifachen Paroli (Quinze et le va) und startet seinen Angriff auf die Spielbank mit einem Einsatz von einer Einheit (Stück).

Gewinnt er, so lässt er Einsatz und Gewinn stehen (Erstes Paroli), gewinnt er nochmals, so lässt er den ursprünglichen Einsatz mitsamt den bisherigen Gewinnen stehen (Zweites Paroli) und sollte er noch zwei Mal gewinnen, so ist das Ziel erreicht.

Verliert er aber einen Coup, bevor das Ziel erreicht ist, so beginnt er einen neuen Angriff mit einer Einheit.

Das Paroli-Spiel gilt allgemein als weniger gefährlich als das Martingale-Spiel, da der Paroli-Spieler die Einsätze nicht mit seinem Geld, sondern mit dem Geld der Bank zu steigern scheint. Diese Ansicht vieler Spieler ist jedoch falsch: Sobald ein Spieler seinen Einsatz mit früheren Gewinnen erneut riskiert, setzt er natürlich ausschließlich eigenes (!) Geld, und keineswegs das der Spielbank – schließlich könnte er ja den Einsatz samt allen früheren Gewinnen genausogut an sich nehmen und den Tisch verlassen, was er – wäre es das Geld der Spielbank – natürlich nicht dürfte.

Als Paroli-Spieler benötigt man jedenfalls starke Nerven. Dostojewskij beschreibt in seinem Roman Der Spieler eine solche Szene:

„Unser General trat würdevoll und gewichtig an den Tisch. […] Sehr langsam zog er seinen Geldbeutel hervor, sehr langsam entnahm er ihm dreihundert Franken in Gold, setzte auf Schwarz und gewann. Er nahm den Gewinn nicht an sich, sondern ließ ihn stehen. Schwarz gewann wieder; er nahm das Geld auch jetzt nicht, und als beim drittenmal Rot an die Reihe kam, verlor er mit einem Schlag zwölfhundert Franken. Er ging lächelnd weg und bestand die Probe. Ich bin überzeugt, dass sich sein Herz zusammenkrampfte; wäre der Einsatz doppelt oder dreimal so hoch gewesen, hätte er die Haltung wohl nicht bewahrt, sondern Erregung gezeigt.“

Pseudoinformation

Es ist schon erstaunlich, wie gut die technische Analyse manchmal in bestimmten Märkten funktioniert. Gerade dort, wo die fundamentale Information fehlt,  greifen die Marktteilnehmer gerne zru Pseudoinformation. Zu solchen Märkten gehören: u.a. Renten, also z.B. Bund Future.

Ich handle diese Produkt erst seit kurzem und landete gleich am Anfang einen Volltreffer. 
Ich bin vor einigen Tagen short gegangen, eben aufgrund rein „technischer“ Überlegeungen. Danach passierte lange gar nichts und der Bund bewegte sich im Kanal
114,39
113,36.

Und gestern stürzte es endlich ab. Warum? Sicherlich spiegelt der Bund die Zinsentwicklung wider. Die ändert sich aber nicht von einer Minute auf andere.Eine gewisse Abhängigkeit vom Aktienmarkt besteht auch. Aber der Bund Future wird nicht stark fallen, wenn ein Unternehmen gute Zahlen berichtet. Deshalb schauen alle vor allem auf die historische Kursentwicklung und versuchen daraus auf das künftige Verhalten einer unkorellierten Menschenmasse zu schliessen. Eigentlich ist es irrational aber es funktioniert, da offenbar viele an diese „Naturgesetze“ glauben, solange bis eine andere Information kommt.

Man kann demnach wenig falsch machen beim Bund-Traden. Ich schaue mir die Trendkanäle an, definiere Widerstände und Unterstützungen , setze meine Orders und Ihre Stopps.  
Naja es gibt noch das eine „aber“
Bei allem Optimismus darf man nicht vergessen, dass auch der Bund stark und unberechenbar schwanken kann. …Die Änderungen spielen sich ebenso wie im Aktienmarkt in sehr kurzen Zeitspannen ab, der Rest ist eine langweilige Seitwärtsbewegung. In diesen Kanälen schwankt es erheblich und versucht alles Mögliche, um den Trader an seiner Entscheidung und Einschätzung zweifeln zu lassen…

Heute bin ich jedenfalls der Sieger.